Haare bürsten: Wie oft ist wirklich gesund?

Haare bürsten: Wie oft ist wirklich gesund?

Veröffentlicht

Samstag, 27.06.2026
von Red. TB

Viele Menschen glauben bis heute, dass tägliches, intensives Bürsten der Haare für mehr Glanz, kräftigeres Wachstum und gesunde Spitzen sorgt. Der berühmte Rat, die Haare jeden Abend 100 Mal zu bürsten, hält sich hartnäckig. Tatsächlich handelt es sich dabei jedoch eher um einen Mythos als um eine wissenschaftlich belegte Empfehlung.

Experten sind sich heute weitgehend einig, dass nicht die Anzahl der Bürstenstriche entscheidend ist, sondern vielmehr die richtige Technik und das passende Werkzeug. Zu häufiges oder zu kräftiges Bürsten kann die Haarstruktur schädigen. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass wiederholte mechanische Belastung feine Risse in den Haarfasern verursachen kann. Dadurch steigt langfristig das Risiko für Spliss und Haarbruch.

Dennoch sollte auf das Bürsten nicht vollständig verzichtet werden. Regelmäßiges, vorsichtiges Kämmen oder Bürsten verhindert, dass sich starke Knoten bilden, die später nur mit erheblichem Kraftaufwand gelöst werden können. Außerdem werden lose Haare, Hautschuppen und Schmutzpartikel von der Kopfhaut entfernt, was zu einem gesünderen Kopfhautmilieu beitragen kann.

Wie häufig die Haare gebürstet werden sollten, hängt vor allem vom Haartyp ab. Menschen mit glatten oder leicht welligen Haaren können ihre Haare mehrmals pro Woche oder sogar ein- bis zweimal täglich vorsichtig bürsten. Nasses Haar sollte dabei möglichst nicht gebürstet werden, da die Haarstruktur durch Feuchtigkeit empfindlicher ist und leichter bricht.

Bei lockigem oder krausem Haar gelten dagegen andere Regeln. Hier empfehlen Fachleute, die Haare möglichst nur im feuchten Zustand und mit speziellen entwirrenden Bürsten oder Kämmen zu bearbeiten. Pflegeprodukte können zusätzlich helfen, die Reibung zu reduzieren und Haarbruch zu vermeiden.

Ebenso wichtig wie die Häufigkeit ist die Wahl der richtigen Bürste. Für trockenes Haar eignen sich weiche Naturborsten oder sanfte Bürsten, die das natürliche Hautfett gleichmäßig im Haar verteilen. Für nasses oder stark verknotetes Haar empfehlen Experten flexible Entwirrungsbürsten, die deutlich schonender arbeiten.

Das Fazit der Forschung fällt eindeutig aus: Haare wachsen durch häufiges Bürsten nicht schneller. Wer seine Haare jedoch regelmäßig und vor allem schonend pflegt, kann Knoten, Haarbruch und unnötige Schäden vermeiden. Entscheidend ist nicht die Anzahl der Bürstenstriche, sondern eine auf den jeweiligen Haartyp abgestimmte Pflege.

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Maklay62 (CC0), Pixabay

von Autor: Red. TB
am: Samstag, 27.06.2026

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