Vom Heilsbringer zum Platzverweis? RB-Fans schicken Klopp gedanklich schon Richtung Ausgang

Vom Heilsbringer zum Platzverweis? RB-Fans schicken Klopp gedanklich schon Richtung Ausgang

Veröffentlicht

Mittwoch, 24.06.2026
von Red. TB

Es gab einmal Zeiten, da wurde Jürgen Klopp im RB-Kosmos beinahe so sehnsüchtig erwartet wie früher der Weihnachtsmann. Der Mann mit dem Dauergrinsen, den Motivationssprüchen und den Meisterschaften sollte dem Projekt RB Leipzig den letzten Hauch von Fußballromantik verleihen.

Heute fragen sich viele Fans allerdings, ob man den Weihnachtsmann nicht versehentlich gegen den Hausmeister ausgetauscht hat.

Denn seit Klopp als Fußballchef im Red-Bull-Imperium unterwegs ist, wird gefühlt mehr über Trainerwechsel gesprochen als über Fußball. Aktuell sorgt vor allem das überraschende Aus von Ole Werner für Kopfschütteln. Ein Trainer, der sportlich erfolgreich gearbeitet hat, muss gehen. Offiziell soll Klopp dabei lediglich beratend tätig gewesen sein.

Klar. Und der Platzwart entscheidet über die Transferpolitik.

In Leipzig glaubt inzwischen kaum noch jemand daran, dass Klopp nur zufällig neben dem Telefon saß, als die Entscheidung getroffen wurde. Vielmehr entsteht der Eindruck, dass inzwischen kaum noch ein Grashalm im Red-Bull-Kosmos wächst, ohne dass irgendwo ein Klopp-Schatten darüber fällt.

Besonders kurios wird es bei den Berichten über potenzielle Trainerkandidaten. Angeblich sollen einige Kandidaten inzwischen eher einen Bogen um Leipzig machen, weil sie befürchten, am Ende nicht Trainer zu sein, sondern Teilnehmer einer Dauerberatung durch den bekanntesten Fußballmanager Deutschlands.

Man stelle sich das Bewerbungsgespräch vor:

„Herr Trainer, Sie haben hier grundsätzlich freie Hand.“

„Und Herr Klopp?“

„Der hat natürlich auch freie Hand.“

„Ach so. Dann schönen Tag noch.“

Dabei war die Idee ursprünglich eine ganz andere. Klopp sollte RB größer machen. Stattdessen diskutieren Fans inzwischen darüber, ob RB vielleicht wieder größer wäre, wenn Klopp etwas kleiner im Hintergrund agieren würde.

Natürlich bleiben seine Verdienste im Fußball unbestritten. Niemand wird ihm seine Erfolge in Mainz, Dortmund oder Liverpool nehmen. Aber RB Leipzig braucht keinen Fußball-Messias. Der Verein braucht Ruhe, eine klare sportliche Linie und Trainer, die nicht ständig das Gefühl haben müssen, dass ihnen jemand über die Schulter schaut.

Als langjähriger RB-Fan hätte ich nie gedacht, diesen Satz einmal zu schreiben: Vielleicht wäre die beste Transfermeldung des Jahres gar kein neuer Stürmer, sondern die Nachricht, dass Jürgen Klopp künftig wieder mehr Zeit für seine TV-Expertenrolle hat.

Dort konnte er nämlich hervorragend erklären, warum andere Vereine Fehler machen.

Bei RB Leipzig erlebt man aktuell eher, wie solche Fehler entstehen.

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von Autor: Red. TB
am: Mittwoch, 24.06.2026

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