Ganz Österreich ist sich einig: Die Weltmeisterschaft 2026 kann eigentlich sofort beendet werden. Warum noch wochenlang spielen, wenn laut ORF-Umfrage bereits feststeht, wer am Ende den Pokal in den Himmel stemmt? Richtig: Österreich.
32 Prozent der Befragten glauben fest an den Titelgewinn der Rangnick-Truppe. Damit werden Fußball-Großmächte wie Spanien (25 Prozent), Frankreich (16 Prozent) und Deutschland (unter der Kategorie „Sonstige Irrtümer“) souverän auf die Plätze verwiesen.
Am Mittwochmorgen beginnt nun der erwartete Triumphzug gegen Jordanien. Für die Österreicher handelt es sich dabei weniger um ein Gruppenspiel als um den ersten Pflichttermin auf dem Weg zum WM-Gold. Die einzige offene Frage lautet eigentlich nur noch, wie viele Tore die Alpenrepublik ihren Gegnern bis zum Finale einschenken möchte.
David Alaba versucht zwar noch tapfer, die Euphorie etwas zu bremsen. Man wolle „Geschichte schreiben“, sagte der Kapitän. Eine sympathische Untertreibung. In manchen Wiener Kaffeehäusern wird bereits diskutiert, wo die Statue von Ralf Rangnick aufgestellt werden soll. Der Stephansplatz gilt als Favorit.
Rangnick selbst bleibt gewohnt sachlich. Die Aufgabe gegen Jordanien werde anspruchsvoll. Ein Satz, der vermutlich nur deshalb gefallen ist, weil der Teamchef aus Rücksicht auf die internationale Fußballgemeinschaft nicht öffentlich von einem 8:0 sprach.
Für Frühaufsteher beginnt das Spektakel um 6 Uhr deutscher Zeit. Das ZDF überträgt live und kostenlos. Schließlich soll die Welt dabei sein, wenn Österreich seine Mission Weltmeistertitel offiziell eröffnet.
Sollte wider Erwarten etwas schiefgehen, wird man in Österreich vermutlich von einem Druckfehler im Spielbericht ausgehen. Denn die Faktenlage scheint eindeutig: Österreich wird Weltmeister.
Wer denn sonst?


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