Gute Nachrichten für die Menschheit: Die Welt investiert wieder fleißig in ihre eigene Auslöschung

Gute Nachrichten für die Menschheit: Die Welt investiert wieder fleißig in ihre eigene Auslöschung

Veröffentlicht

Dienstag, 09.06.2026
von Red. TB

Während Bürger weltweit über steigende Mieten, hohe Energiepreise und marode Infrastruktur diskutieren, haben die Atommächte ihre Prioritäten offenbar klar gesetzt: Wenn schon Probleme lösen schwierig ist, dann rüstet man eben lieber auf.

Nach Angaben der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) gaben die neun Atommächte im Jahr 2025 stolze 119 Milliarden US-Dollar für ihre Nukleararsenale aus – ein neuer Rekord. Das entspricht einem Plus von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Offenbar läuft das Geschäft mit dem gegenseitigen Vernichtungspotenzial besser denn je.

Besonders erfreulich: Während viele Regierungen ihren Bürgern erklären, warum für Schulen, Straßen, Krankenhäuser oder Renten leider kein Geld vorhanden ist, scheint für neue Atomwaffen immer noch ein großzügiger Notgroschen vorhanden zu sein.

Die USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien, Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea zeigen damit eindrucksvoll, dass internationale Zusammenarbeit durchaus möglich ist – zumindest wenn es darum geht, immer größere Summen für Waffen auszugeben, die hoffentlich niemals eingesetzt werden.

Noch beruhigender ist eine weitere Entwicklung: Immer mehr Atomsprengköpfe werden aus Lagern auf einsatzbereite Trägersysteme verlagert. Das schafft natürlich Vertrauen und trägt erheblich zur Entspannung der Weltlage bei. Wer schläft nicht ruhiger, wenn nukleare Sprengköpfe möglichst schnell verfügbar sind?

Und weil das allein noch nicht aufregend genug ist, kommt nun auch die künstliche Intelligenz ins Spiel. Die Vorstellung, dass künftig Algorithmen bei der Bewertung militärischer Bedrohungen helfen könnten, sorgt bei Experten für Begeisterung. Schließlich hat KI bisher auch bei Rechtschreibkorrekturen, Navigationssystemen und Bildgeneratoren nie Fehler gemacht.

Die Friedensorganisation ICAN spricht bereits von einem neuen nuklearen Wettrüsten. Manche Beobachter würden sogar sagen: Die Menschheit arbeitet mit Hochdruck an einem Projekt, dessen Erfolg niemand erleben möchte.

Besonders bemerkenswert bleibt dabei die politische Logik. Dieselben Staaten, die ihren Bürgern Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und verantwortungsvolles Handeln predigen, investieren gleichzeitig Milliarden in Waffen, deren einziger Zweck darin besteht, möglichst viele Menschen möglichst schnell zu töten.

Aber vielleicht ist genau das der moderne Fortschritt: Klimaneutral leben, Müll trennen, Papierstrohhalme benutzen – und parallel genug Atomwaffen besitzen, um den Planeten mehrfach unbewohnbar zu machen.

Die gute Nachricht: Für den Fall eines nuklearen Weltkriegs dürfte zumindest das Rentenproblem endgültig gelöst sein.

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EdenMoon (CC0), Pixabay

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am: Dienstag, 09.06.2026

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