Fans aus mehreren Ländern dürfen wegen neuer US-Einreisebeschränkungen nicht zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in die Vereinigten Staaten reisen. Betroffen sind ausgerechnet auch einige Nationen, die sich bereits sportlich für das Turnier qualifiziert haben.
Die von US-Präsident Donald Trump verhängten Maßnahmen traten zum Jahresbeginn in Kraft. Nach Angaben des Weißen Hauses dienen sie dem Schutz der nationalen Sicherheit. Die Weltmeisterschaft wird im Sommer gemeinsam von den USA, Kanada und Mexiko ausgerichtet.
Von einem vollständigen Einreiseverbot betroffen sind derzeit Iran und Haiti. Anhänger dieser Nationalteams können damit keine Spiele in den USA besuchen. Für Fans aus der Elfenbeinküste und Senegal gelten teilweise Einschränkungen.
Ausnahmen bestehen allerdings für Spieler, Trainer und offizielle Delegationen. Auch Diplomaten, Inhaber bestimmter Visa und Personen mit dauerhaftem Aufenthaltsstatus in den USA dürfen weiterhin einreisen. Damit ist die Teilnahme der Nationalmannschaften am Turnier nicht gefährdet.
Die neuen Regeln werfen dennoch Fragen zur Rolle der USA als Gastgeber internationaler Sportgroßereignisse auf. Kritiker warnen, die Maßnahmen könnten die Atmosphäre der Weltmeisterschaft beeinträchtigen und Fans einzelner Länder faktisch ausschließen.
Zugleich verschärft Washington den Ton gegenüber weiteren Staaten. Im Zusammenhang mit Spannungen rund um Venezuela hat Trump zuletzt auch Kolumbien und Mexiko öffentlich gewarnt. Beide Länder nehmen an der WM teil, Mexiko ist zudem Mitgastgeber des Turniers.
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 findet vom 11. Juni bis zum 19. Juli statt. Es wird das erste Turnier mit 48 Mannschaften sein.

