Kautionsverzicht

Kautionsverzicht

Veröffentlicht

Donnerstag, 14.05.2026
von Red. TB

Die US-Regierung verzichtet für Fußballfans aus 50 Ländern vorübergehend auf die umstrittene Visakaution in Höhe von 15.000 Dollar – sofern die Reisenden gültige Tickets für die Fußball-Weltmeisterschaft besitzen. Das teilte das Außenministerium in Washington mit. Die Weltmeisterschaft wird im kommenden Sommer gemeinsam von den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen.

Die Kautionsregel war erst im vergangenen Jahr eingeführt worden. Sie sollte verhindern, dass Besucher nach Ablauf ihres Visums im Land bleiben. Betroffen waren vor allem Staaten, deren Bürger nach Einschätzung der US-Behörden ein erhöhtes Risiko für sogenannte Overstays darstellen. Die Summe sollte nach der Ausreise zurückerstattet werden.

Nun macht die Regierung für WM-Besucher eine Ausnahme. Zu den betroffenen Ländern gehören auch Algerien, Senegal, Tunesien, Kap Verde und die Elfenbeinküste – mehrere dieser Nationen haben sich bereits für das Turnier qualifiziert.

Spieler und Trainer waren von der Regelung ohnehin ausgenommen gewesen. Für normale Fans galt die Erleichterung bislang jedoch nicht. Das Außenministerium erklärte, die Entscheidung solle den Zugang zum Turnier erleichtern und zugleich die Zusammenarbeit mit dem Fußball-Weltverband FIFA stärken.

Die FIFA begrüßte den Schritt und sprach von einem wichtigen Signal für ein „erfolgreiches und rekordverdächtiges Turnier“. Die Organisation arbeitet seit Monaten eng mit der US-Regierung an der Vorbereitung der Weltmeisterschaft zusammen.

Nicht aufgehoben wurden dagegen bestehende Einreisebeschränkungen für Reisende aus Iran und Haiti. Spieler und Funktionäre aus diesen Ländern dürfen zwar weiterhin zu WM-Zwecken einreisen, Fans bleiben jedoch von den Ausnahmen ausgeschlossen. Für Bürger aus Senegal und der Elfenbeinküste gelten zudem weiterhin teilweise Einschränkungen.

Menschenrechtsorganisationen kritisieren die verschärfte US-Einwanderungspolitik seit Langem. Sie warnen vor verstärkten Kontrollen an den Grenzen, umfangreichen Überprüfungen sozialer Medien und möglicher Diskriminierung bei der Einreise. Bereits Ende vergangenen Jahres hatte die Regierung angekündigt, von Besuchern aus zahlreichen Ländern eine fünfjährige Social-Media-Historie verlangen zu können.

Bildnachweis:

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay

von Autor: Red. TB
am: Donnerstag, 14.05.2026

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