US-Präsident Donald Trump sorgt erneut mit ungewöhnlichem Verhalten und wirren Aussagen für Schlagzeilen. Innerhalb weniger Stunden lieferte der 79-Jährige mehrere öffentliche Auftritte und Social-Media-Beiträge, die selbst für seine Verhältnisse als besonders auffällig gelten.
Beobachter und Umfragen zeigen inzwischen deutlich: Immer mehr Amerikaner machen sich Sorgen um Trumps geistige Verfassung und sein Verhalten im Amt.
Verwirrende Aussagen und bizarre Auftritte
In den vergangenen Tagen häuften sich laut US-Medien merkwürdige Szenen rund um den Präsidenten. Während einer Veranstaltung wirkte Trump zeitweise schläfrig, später beleidigte er das Weiße Haus öffentlich als „Dreckshaus“.
Außerdem spekulierte er darüber, Venezuela zum „51. Bundesstaat“ der USA zu machen und hatte Schwierigkeiten, den direkt neben ihm stehenden Footballtrainer Curt Cignetti zu erkennen.
Besonders auffällig war auch ein nächtlicher Social-Media-Ausbruch: Innerhalb von weniger als einer Stunde veröffentlichte und teilte Trump über 50 Beiträge.
Darunter befanden sich:
- längst widerlegte Verschwörungstheorien zur Wahl 2020
- Forderungen nach einer Verhaftung von Barack Obama
- KI-generierte Bilder politischer Gegner
- beleidigende Videos über Schwarze Menschen
- Falschmeldungen über republikanische Politiker
Viele Amerikaner sehen Trump als „erratischer“
Laut aktuellen Umfragen wächst die Skepsis gegenüber Trump deutlich.
Eine Reuters/Ipsos-Erhebung ergab, dass 61 Prozent der Amerikaner glauben, Trump sei „mit dem Alter unberechenbarer geworden“. Selbst unter republikanischen Wählern stimmten rund 30 Prozent dieser Aussage zu.
Eine weitere Umfrage zeigte:
- 71 Prozent halten Trump nicht für ausgeglichen
- 59 Prozent zweifeln an seiner geistigen Fitness für das Präsidentenamt
- 67 Prozent glauben, er treffe wichtige Entscheidungen nicht sorgfältig
Damit erreichen die Zweifel an seiner Eignung laut US-Medien neue Höchstwerte.
Trump profitiert von Gewöhnungseffekt
Politische Beobachter verweisen darauf, dass Trump seit Jahren mit provokanten Aussagen, Übertreibungen und ungewöhnlichem Verhalten auffällt. Dadurch hätten sich viele Menschen an seine Ausfälle gewöhnt.
Kritiker sprechen inzwischen von einer „Trump-Abstumpfung“: Viele seiner Aussagen würden kaum noch ernsthaft hinterfragt, weil ähnliche Vorfälle seit Jahren zum politischen Alltag gehören.
Trump selbst bezeichnet seine oft sprunghaften Reden als „The Weave“ – eine Art bewusstes Stilmittel, bei dem er verschiedene Themen miteinander verwebe.
Zweifel nehmen trotz loyaler Anhänger zu
Trotz seiner treuen Unterstützer scheint die öffentliche Wahrnehmung zu kippen. Mit sinkenden Zustimmungswerten rücken auch seine Aussetzer stärker in den Fokus.
Vor allem seine jüngsten Aussagen zum Iran-Krieg sorgten für Kritik. Trump behauptete mehrfach, Iran habe sämtliche Forderungen der USA akzeptiert – ohne dass es dafür Belege gab.
Teilweise wirkten seine Aussagen laut Beobachtern realitätsfern. Einige frühere Verbündete brachten sogar den 25. Verfassungszusatz ins Gespräch, mit dem ein Präsident bei Amtsunfähigkeit entmachtet werden könnte.
Experten sehen gefährliche Entwicklung
Politische Analysten warnen inzwischen davor, Trumps Verhalten nur noch als Provokation oder Show abzutun.
Denn viele Amerikaner hätten mittlerweile den Eindruck, dass hinter den öffentlichen Ausfällen mehr stecke als reine Inszenierung.
Besonders problematisch sei dabei, dass ein Großteil der Bevölkerung dem Präsidenten nicht mehr zutraue, wichtige Entscheidungen mit der nötigen Sorgfalt zu treffen.

