Die Kluft zwischen Spitzengehältern und durchschnittlichen Einkommen hat sich in den vergangenen Jahren deutlich vergrößert. Das geht aus einer aktuellen Analyse der Entwicklungsorganisation Oxfam hervor.
Demnach erhielten die 1.500 bestbezahlten Konzernvorstände weltweit im vergangenen Jahr durchschnittlich rund 8,4 Millionen US-Dollar. Inflationsbereinigt entspricht das einem Anstieg von elf Prozent im Vergleich zu 2024 und sogar 54 Prozent gegenüber 2019. Grundlage der Auswertung sind Daten aus 33 Ländern, basierend auf der S&P Capital IQ-Datenbank.
Im Gegensatz dazu zeigt sich bei der breiten Bevölkerung ein ganz anderes Bild: Das durchschnittliche reale Einkommen von Beschäftigten lag laut Oxfam weltweit bei rund 17.156 US-Dollar. Das entspricht zwar einem minimalen Plus von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, liegt aber immer noch etwa zwölf Prozent unter dem Niveau von 2019.
Besonders stark wirkt sich dabei die Inflation aus, die einen Großteil der Einkommenszuwächse aufzehrt. Während Spitzenverdiener ihre Einkommen deutlich steigern konnten, bleibt für viele Beschäftigte real weniger Kaufkraft übrig.
Die Analyse verdeutlicht damit eine Entwicklung, die seit Jahren zu beobachten ist: steigende Einkommen an der Spitze – und stagnierende oder rückläufige reale Einkommen für den Großteil der Arbeitnehmer weltweit.

