Ein weiterer Schlag gegen eines der brutalsten Drogenkartelle Mexikos: Mitgründer Érick Valencia Salazar hat sich vor einem US-Gericht schuldig bekannt.
VOM DRAHTZIEHER ZUM ANGEKLAGTEN
Der als „El 85“ bekannte Kartellboss räumte ein, Teil einer Verschwörung zum Schmuggel großer Mengen Kokain in die USA gewesen zu sein. Damit revidierte er sein früheres „nicht schuldig“-Plädoyer.
Valencia Salazar war 2022 in Mexiko festgenommen und 2025 zusammen mit weiteren mutmaßlichen Drogenbossen an die USA ausgeliefert worden.
MINDESTSTRAFE DROHT
Das Strafmaß ist noch offen, doch die Justiz nennt eine Mindeststrafe von zehn Jahren Haft. Die Urteilsverkündung ist für Ende Juli angesetzt.
GEWALT ALS GESCHÄFTSMODELL
Die US-Drogenbehörde DEA beschreibt den Angeklagten als Schlüsselfigur beim Aufbau des Jalisco-New-Generation-Kartells (CJNG). Die Organisation habe Gewalt systematisch eingesetzt, um Macht zu sichern – während sie gleichzeitig Drogen in die USA schleuste.
KARTELL UNTER DRUCK
Das CJNG zählt zu den mächtigsten kriminellen Netzwerken Mexikos. Nach dem Tod von Anführer „El Mencho“ eskalierte zuletzt die Gewalt, mit Angriffen in zahlreichen Bundesstaaten.
Die US-Regierung hat das Kartell inzwischen als Terrororganisation eingestuft und erhöht den Druck auf Mexiko, entschlossener gegen die Gruppen vorzugehen.
SIGNAL MIT WIRKUNG?
Das Schuldeingeständnis eines Mitgründers gilt als wichtiger Erfolg für die US-Justiz – und als weiteres Signal im zunehmend aggressiven Vorgehen gegen die Kartelle.
Ob dies die Machtstrukturen des CJNG nachhaltig erschüttert, bleibt allerdings offen.

