Der Gazastreifen ist nach Jahren des Krieges weitgehend zerstört – und der Preis für den Wiederaufbau ist entsprechend gewaltig. Nach einer gemeinsamen Einschätzung von Vereinte Nationen, Europäische Union und der Weltbank werden mehr als 70 Milliarden Dollar benötigt, um die Region wieder bewohnbar zu machen.
Die Zahl allein ist erschütternd – doch sie erzählt nur einen Teil der Geschichte.
Zerstörung in historischem Ausmaß
Der über zwei Jahre andauernde Konflikt im Gazastreifen hat laut Bericht „beispiellose Verluste“ verursacht. Große Teile der Infrastruktur – Schulen, Krankenhäuser, Straßen – sind zerstört. Ganze Stadtteile liegen in Trümmern.
Die Ursachen liegen in der Eskalation nach dem Angriff der Hamas im Oktober 2023 und den darauffolgenden militärischen Reaktionen. Seitdem hat sich die Lage zu einer humanitären Katastrophe entwickelt.
Milliardenbedarf – allein für das Nötigste
Schon in den ersten 18 Monaten des Wiederaufbaus werden über 26 Milliarden Dollar benötigt – nur um grundlegende Versorgung wiederherzustellen. Wasser, Strom, medizinische Hilfe: Dinge, die andernorts selbstverständlich sind, müssen hier praktisch neu geschaffen werden.
Die Schäden an Gebäuden und Infrastruktur belaufen sich auf über 35 Milliarden Dollar, hinzu kommen wirtschaftliche Verluste von mehr als 22 Milliarden.
Fragile Ruhe, ungewisse Zukunft
Zwar gilt derzeit eine Waffenruhe, doch sie ist brüchig. Und genau darin liegt das größte Problem: Wiederaufbau braucht Stabilität. Ohne Sicherheit bleibt jede Investition ein Risiko.
Fazit
Die Zahlen zeigen vor allem eines: Es geht nicht nur um Geld. Es geht um die Frage, ob und wie eine zerstörte Region wieder eine Zukunft bekommen kann.
Der Wiederaufbau des Gazastreifens ist damit nicht nur ein finanzielles Projekt – sondern eine der größten politischen und humanitären Herausforderungen unserer Zeit.

