US-Arbeitsministerin Lori Chavez-DeRemer verlässt überraschend die Regierung von Donald Trump. Das Weiße Haus bestätigte den Abgang und sprach von einem Wechsel in die Privatwirtschaft. Konkrete Angaben zu ihrer künftigen Tätigkeit wurden nicht gemacht.
Der Rücktritt kommt zu einem politisch heiklen Zeitpunkt. Gegen Chavez-DeRemer waren zuletzt Vorwürfe erhoben worden, die von möglichem Fehlverhalten im Amt bis hin zu internen Beschwerden reichten. Medien berichteten zudem über laufende Untersuchungen zu ihrer Amtsführung. Offiziell hatte die Regierung solche Vorwürfe zuvor zurückgewiesen.
Mit ihrem Abgang verliert die Administration bereits das dritte Kabinettsmitglied in diesem Jahr – auffällig ist, dass es sich in allen Fällen um Frauen handelt. Übergangsweise soll ihr Stellvertreter die Leitung des Ministeriums übernehmen.
In einer persönlichen Stellungnahme zeigte sich Chavez-DeRemer dankbar für ihre Zeit im Amt und lobte die Zusammenarbeit mit dem Präsidenten. Gleichzeitig kündigte sie an, sich auch künftig für Arbeitnehmerinteressen einsetzen zu wollen.
Die Entwicklungen fügen sich in eine Serie personeller Veränderungen innerhalb der Regierung ein. Beobachter werten dies als Zeichen anhaltender Unruhe – insbesondere vor dem Hintergrund politischer und gesellschaftlicher Spannungen in den USA.

