USA:Benzin-Schock bis 2027! Regierung vertröstet Autofahrer mit Märchenstunde

USA:Benzin-Schock bis 2027! Regierung vertröstet Autofahrer mit Märchenstunde

Veröffentlicht

Montag, 20.04.2026
von Red. TB

Amerikas Autofahrer dürfen sich freuen – oder zumindest das üben, was in Washington inzwischen als Energiepolitik gilt:
Hoffen, zahlen, schweigen.

Denn laut US-Energieminister Chris Wright könnten die Spritpreise möglicherweise erst 2027 wieder unter die magische Marke von 3 Dollar pro Gallone fallen.

Also quasi bald.
Wenn man in Regierungsjahren rechnet.

Erst hieß es: „Nur ein paar Wochen!“

Jetzt heißt es: „Vielleicht nächstes Jahr. Vielleicht 2027. Bleiben Sie positiv.“

Im März klang noch alles herrlich beruhigend:

Hohe Ölpreise? Kein Problem!
Das sei nur eine Sache von „Wochen, nicht Monaten“, versprach Wright.

Jetzt, mitten in der Sommer-Reisesaison, stehen die Amerikaner bei über 4 Dollar pro Gallone – und dieselbe Regierung sagt sinngemäß:

„Unter 3 Dollar? Ja, klar. Kommt wieder. Irgendwann. Vielleicht nächstes Jahr. Vielleicht später. Aber wir glauben fest daran.“

Das ist ungefähr so, als würde dein Arzt sagen:

„Die Schmerzen gehen bald weg.“
Und drei Monate später ergänzt er:
„Mit etwas Glück vor Ihrer Rente.“

4 Dollar sind Realität – 3 Dollar inzwischen Fantasy

Die nackten Zahlen:

  • 26. Februar: 2,98 Dollar pro Gallone
  • 19. April: 4,04 Dollar pro Gallone

Mit anderen Worten:
Seit Beginn des Iran-Kriegs ist Tanken in den USA vom Alltagsvorgang zur stillen finanziellen Demütigung an Zapfsäule 3 geworden.

Und weil in Washington offenbar niemand gerne schlechte Nachrichten überbringt, wird das Ganze jetzt als Hoffnungsgeschichte verkauft.

Nicht:
„Es ist teuer.“

Sondern:
„Es war schon schlimmer.“

Nicht:
„Wir haben uns verschätzt.“

Sondern:
„Die Preise haben wahrscheinlich ihren Höhepunkt erreicht.“

Wahrscheinlich.
Das Lieblingswort jeder Regierung, wenn sie selbst keine Ahnung hat.

Straße von Hormus dicht – und Washington tut überrascht

Der Grund für das Ganze? Natürlich die Straße von Hormus.

Das 100 Meilen lange Nadelöhr, durch das vor dem Krieg rund 20 Prozent des weltweiten Öl- und Gasverkehrs liefen, ist seit Wochen das geopolitische Equivalent eines Supermarktparkplatzes am Samstagvormittag – nur mit Tankern, Militär und Weltmarktpanik.

Hunderte Schiffe hängen fest.
Ölpreise springen.
Märkte zittern.
Und die Regierung erklärt mit ernster Miene:

„Sobald sich der Konflikt löst, wird es besser.“

Bahnbrechende Erkenntnis.
Als Nächstes kommt vermutlich die Meldung:

„Regen endet oft, wenn es aufhört zu regnen.“

Unter 3 Dollar? „Tremendous!“

Besonders rührend:
Energieminister Wright nannte Benzinpreise unter 3 Dollar „pretty tremendous“.

Also nicht „normal“.
Nicht „machbar“.
Nicht „unser Ziel bis bald“.

Nein:
„Tremendous.“

Sprich: ein Preisniveau, das inzwischen ungefähr denselben Status hat wie:

  • ein pünktlicher Flughafenflug,
  • bezahlbare Eier,
  • oder ein Trump-Statement ohne Größenwahn.

Die wahre Strategie:

Teuer tanken, aber patriotisch

Die eigentliche Botschaft aus Washington lautet:

  • Ja, es ist teuer.
  • Ja, wir hatten etwas anderes versprochen.
  • Ja, der Krieg drückt auf die Preise.
  • Nein, wir wissen nicht genau, wann es besser wird.
  • Aber: Bleiben Sie zuversichtlich.

Oder härter formuliert:

Die Regierung hat keine billigen Spritpreise mehr – sie hat nur noch Durchhalteparolen.

Fazit:

Zapfsäule statt Sparkonto

Wer in den USA aktuell tankt, hat drei Möglichkeiten:

  1. Weiterfahren und weniger essen
  2. Urlaub absagen
  3. Sich von Washington erklären lassen, dass 4 Dollar eigentlich fast schon ein Erfolg sind

Und wenn jemand fragt, wann’s endlich billiger wird?

Dann lautet die offizielle Antwort:

„Ganz sicher bald. Vielleicht 2027. Vielleicht früher. Vielleicht später. Aber definitiv irgendwann zwischen Wahlkampf und Wirklichkeit.“

Bildnachweis:

Engin_Akyurt (CC0), Pixabay

von Autor: Red. TB
am: Montag, 20.04.2026

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