Nach tagelanger Nervosität auf den Weltmärkten, hektischen Krisenschalten in westlichen Hauptstädten und mindestens 47 Experteninterviews im deutschen Fernsehen hat der Iran überraschend angekündigt, die Blockade der Straße von Hormus vorerst wieder aufzuheben.
Grund für die plötzliche Kehrtwende sei nach Angaben aus Teheran die aktuell geltende Waffenruhe zwischen Libanon und Israel. Man wolle in dieser sensiblen Phase „ein Zeichen der Entspannung“ setzen – oder, wie es ein hochrangiger Beobachter formulierte:
„Wenn schon Krieg, dann bitte nicht sofort mit explodierenden Spritpreisen in Europa.“
Außenminister Abbas Araktschi erklärte auf X, die Durchfahrt gelte für alle Handelsschiffe. Damit dürfen Tanker, Frachter und vermutlich auch jene Schiffe wieder passieren, die bislang nur vorgaben, „ganz zufällig“ gerade dort unterwegs zu sein.
Teheran zeigt Größe – nachdem es kurz den Welthandel gewürgt hat
Internationale Analysten lobten den Schritt als klassisches Beispiel moderner Krisendiplomatie:
Erst eine der wichtigsten Seerouten der Welt blockieren, dann großzügig wieder freigeben und sich anschließend selbst für Deeskalation feiern.
Ein europäischer Diplomat erklärte anonym:
„Das ist ungefähr so, als würde jemand Ihr Haus anzünden und dann dafür gelobt werden, dass er immerhin die Feuerwehr ruft.“
Die Straße von Hormus gilt als eine der wichtigsten Lebensadern des globalen Energiehandels. Rund ein Fünftel des weltweit transportierten Öls passiert diese Meerenge – weshalb ihre Schließung von Experten als „katastrophal“, von Börsianern als „interessant“ und von Autofahrern als „nicht schon wieder“ eingestuft wird.
Trump: Deal praktisch fertig, nur noch völlig ungeklärt
Auch US-Präsident Donald Trump meldete sich selbstverständlich umgehend zu Wort und kündigte an, dass die amerikanische Blockade iranischer Häfen bis zu einem Abkommen mit Teheran bestehen bleibe.
Dieses Abkommen, so Trump, werde „sehr rasch“ zustande kommen, da „die meisten Punkte bereits ausverhandelt“ seien.
Beobachter werteten diese Aussage als klassisches Trump-Signal für eine Lage, die man ungefähr so zusammenfassen kann:
- Niemand weiß genau, worauf man sich geeinigt hat.
- Niemand weiß genau, wer überhaupt verhandelt.
- Aber Trump ist schon jetzt sicher, dass es ein historischer Erfolg wird.
- Und falls nicht, war selbstverständlich jemand anderes schuld.
Ein Mitarbeiter des Weißen Hauses soll intern erklärt haben:
„Wenn es klappt, war es Trumps Deal. Wenn es scheitert, war es Bidens Schuld. Das Verfahren ist eingespielt.“
Waffenruhe auf Abruf, Weltwirtschaft auf Baldrian
Die internationale Lage bleibt unterdessen angespannt.
Zwar gilt derzeit eine Waffenruhe zwischen Libanon und Israel, doch Beobachter weisen darauf hin, dass diese in der Region traditionell ungefähr so stabil ist wie ein Gartenstuhl aus Plastik bei einem Orkan.
Die Öffnung der Straße von Hormus wird daher vor allem als kurzfristige Beruhigung verstanden – nicht als echte Entwarnung.
Ein deutscher Wirtschaftsexperte erklärte in einer Sondersendung, man dürfe nun „vorsichtig optimistisch“ sein, während im Hintergrund bereits die nächste Grafik mit dem Ölpreis eingeblendet wurde, die aussah wie der Puls eines Patienten im Endstadium.
Welt atmet auf – bis zur nächsten Eskalation
An den Märkten wurde die Nachricht zunächst positiv aufgenommen.
Ölpreise sanken leicht, Reedereien atmeten auf, und deutsche Autofahrer gönnten sich erstmals seit Tagen wieder den Luxus, eine Tankstelle zu betrachten, ohne kurz religiös zu werden.
Wie lange die Entspannung anhält, ist allerdings unklar.
Denn während der Iran signalisiert:
„Wir könnten den Welthandel jederzeit wieder strangulieren, tun es aber gerade ausnahmsweise mal nicht“,
signalisiert Washington:
„Wir blockieren weiter alles, nennen das aber Diplomatie“,
und Donald Trump signalisiert vor allem:
„Der Deal ist quasi fertig – genau wie meine Friedensnobelpreisrede.“
Fazit
Die Straße von Hormus ist wieder offen.
Der Welthandel läuft weiter.
Die Tanker fahren.
Die Märkte beruhigen sich.
Und die Weltgemeinschaft tut das, was sie in solchen Momenten immer tut:
Sie freut sich darüber, dass eine globale Katastrophe vorerst nur vertagt wurde.

