Trump deutet neue Iran-Gespräche an – US-Blockade iranischer Häfen läuft weiter

Trump deutet neue Iran-Gespräche an – US-Blockade iranischer Häfen läuft weiter

Veröffentlicht

Mittwoch, 15.04.2026
von Red. TB

US-Präsident Donald Trump hat angedeutet, dass die Gespräche mit dem Iran zur Beendigung des Krieges noch in dieser Woche wieder aufgenommen werden könnten. Gleichzeitig hält die von den USA verhängte Seeblockade gegen iranische Häfen an.

Nach Angaben der New York Post sagte Trump in einem Interview, in den nächsten zwei Tagen könne sich etwas bewegen. Delegationen aus Washington und Teheran könnten laut mehreren Insidern noch in dieser Woche nach Islamabad zurückkehren, nachdem die erste Verhandlungsrunde am Wochenende ohne Ergebnis geblieben war. Auch UNO-Generalsekretär António Guterres hält eine Wiederaufnahme der Gespräche für wahrscheinlich.

Parallel dazu verschärfen die USA den Druck auf Teheran militärisch. Mehr als ein Dutzend US-Kriegsschiffe und rund 10.000 Soldaten setzen derzeit eine Blockade iranischer Häfen und Küstengebiete durch. Ziel ist es, Iran wirtschaftlich zu schwächen, insbesondere durch den Ausfall von Öleinnahmen und Transitgebühren in der Straße von Hormus.

Das US-Zentralkommando erklärte, in den ersten 24 Stunden der Operation hätten mehrere Handelsschiffe auf Anweisung amerikanischer Einheiten umgedreht. Allerdings zeigen von BBC Verify ausgewertete Schiffsdaten, dass trotz der Blockade weiterhin einzelne Schiffe – darunter auch mit Iran verbundene – die Straße von Hormus passiert haben.

Die gescheiterten Gespräche in Islamabad drehten sich vor allem um das iranische Atomprogramm. Die USA forderten laut Berichten einen 20-jährigen Stopp der Urananreicherung, während Teheran lediglich eine fünfjährige Pause vorgeschlagen haben soll.

Die Hoffnung auf neue Diplomatie beruhigte am Dienstag vorübergehend die Ölmärkte: Der Ölpreis fiel wieder unter 100 Dollar pro Barrel. Zugleich wächst jedoch die internationale Kritik an der Blockade. China bezeichnete sie als „gefährlich und unverantwortlich“ und warnte, sie könne die ohnehin fragile Waffenruhe weiter gefährden.

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von Autor: Red. TB
am: Mittwoch, 15.04.2026

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