FMA warnt: Terrorismusfinanzierung kann auch gutgläubige Spender treffen

FMA warnt: Terrorismusfinanzierung kann auch gutgläubige Spender treffen

Veröffentlicht

Montag, 06.04.2026
von Red. TB

Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) warnt davor, dass Terrorismusfinanzierung oft unbemerkt beginnt – und auch ganz normale Verbraucherinnen und Verbraucher unbeabsichtigt damit in Berührung kommen können. In einer neuen Ausgabe ihrer Informationsreihe „Reden wir über Geld“ ruft die Behörde deshalb zu besonderer Vorsicht bei Spendenaufrufen, Online-Zahlungen und Transaktionen über soziale Medien auf.

Unter dem Titel „Terror? Nicht mit meinem Geld!“ erklärt die FMA, dass Terrorismusfinanzierung häufig nicht offen erkennbar ist. Statt über große, auffällige Geldströme laufe sie oft indirekt – etwa über angeblich humanitäre Hilfsaktionen, dubiose Vereine, irreführende Sammelaufrufe oder viele kleine Einzelbeträge. Gerade deshalb sei das Thema auch für Privatpersonen relevant.

Die Behörde betont, dass gut gemeinte Spenden in manchen Fällen zweckentfremdet oder missbraucht werden können. Besonders bei Aufrufen in sozialen Netzwerken sei daher Vorsicht geboten. Auch Zahlungen in Kryptowährungen erforderten erhöhte Aufmerksamkeit, da sie sich unter Umständen schwerer nachvollziehen lassen.

Zugleich erklärt die FMA, warum Banken und andere Finanzunternehmen im Alltag mitunter genauere Angaben zu Überweisungen oder Empfängern verlangen. Diese Prüfungen seien gesetzlich vorgeschrieben und dienten dazu, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung frühzeitig zu erkennen und zu verhindern.

Die Broschüre gibt Verbraucherinnen und Verbrauchern daher konkrete Tipps: Spendenaufrufe sollten kritisch geprüft, Empfänger genau kontrolliert und im Zweifel nur bekannte, transparente Organisationen unterstützt werden. Als Orientierung verweist die FMA unter anderem auf das österreichische Spendengütesiegel.

Die zentrale Botschaft der Behörde:
Nicht jede Spende hilft automatisch dort, wo sie helfen soll – und genau deshalb ist Vorsicht besser als blindes Vertrauen.

Bildnachweis:

Pacholek-cz (CC0), Pixabay

von Autor: Red. TB
am: Montag, 06.04.2026

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