Donald Trump hat mal wieder bewiesen, dass man für globale Wirtschaftskrisen heute keine langen Gipfel mehr braucht.
Ein einziger Truth-Social-Post reicht.
Nachdem der US-Präsident dem Iran in gewohnt diplomatischer Feinarbeit mit der Zerstörung von Kraftwerken und Brücken gedroht hat, schossen die Ölpreise sofort nach oben. Brent über 110 Dollar, US-Öl bei über 113 Dollar – und an der Tankstelle weltweit das bekannte Geräusch:
das leise Weinen der Mittelschicht.
Trump kündigte auf seiner Plattform sinngemäß an:
Wenn der Iran die Straße von Hormus nicht öffnet, wird Dienstag zum „Kraftwerks- und Brücken-Tag“.
Man könnte auch sagen:
Der mächtigste Mann der Welt klingt inzwischen wie ein cholerischer Bauunternehmer, dem an der Zapfsäule die Geduld ausgegangen ist.
Besonders charmant: Noch vor ein paar Tagen behauptete Trump, die USA bräuchten die Straße von Hormus gar nicht.
Jetzt droht er mit dem nächsten Bomben-Feuerwerk, falls sie nicht sofort geöffnet wird.
Außenpolitik nach Trump-Logik:
„Brauchen wir nicht. Aber wenn ihr’s nicht aufmacht, drehen wir komplett frei.“
Die Folge: In den USA kostet Benzin inzwischen so viel wie zuletzt 2022. Plus 38 Prozent seit Kriegsbeginn.
Heißt konkret:
Der Familienausflug endet 2026 nicht mehr am See, sondern spätestens an der Zapfsäule mit der Frage:
„Wollen wir wirklich fahren oder lieber einfach im Auto wohnen?“
Auch die Börsen reagierten, wie Börsen eben reagieren, wenn ein Präsident öffentlich „Bridge Day“ in einem Kriegsgebiet ankündigt:
Alles rot. Alles runter. Alle nervös.
Und die OPEC? Die dreht den Ölhahn minimal auf und erklärt, beschädigte Energieanlagen seien teuer und schwer zu reparieren.
Starke Analyse.
Als Nächstes erklärt uns vermutlich noch jemand, dass Feuer warm ist und Raketen nicht gut für Pipelines sind.
Fazit:
Trump droht.
Iran blockiert.
Öl steigt.
Benzin explodiert.
Und der kleine Mann lernt wieder die wichtigste Regel der Weltwirtschaft:
Wenn Super teurer wird, einfach immer nur für 30 Euro tanken. Dann bleibt wenigstens die Illusion stabil.

