Österreichs Regierung beschließt Impfungen in Apotheken – Ärzteschaft übt Kritik

Österreichs Regierung beschließt Impfungen in Apotheken – Ärzteschaft übt Kritik

Veröffentlicht

Donnerstag, 05.11.2026
von Red. TB

Österreich steht vor einer Veränderung in der Gesundheitsversorgung. Die Bundesregierung hat am Mittwoch, dem 4. November 2026, den Weg für Impfungen in Apotheken freigemacht. Gleichzeitig sorgen politische Personalfragen und die weitere Regierungsarbeit für Diskussionen.

Künftig sollen entsprechend ausgebildete Apotheker bestimmte Schutzimpfungen selbst durchführen dürfen. Zunächst betrifft dies Impfungen gegen FSME, Hepatitis B sowie Keuchhusten, Tetanus und Diphtherie.

Das Angebot soll Personen ab 14 Jahren offenstehen. Für Schwangere und bestimmte Risikogruppen sind Ausnahmen vorgesehen.

Sozialministerin Korinna Schumann betonte nach dem Ministerrat, dass die Apotheken keine Arztpraxen ersetzen sollen. Vielmehr wolle man zusätzliche Möglichkeiten schaffen und die Impfbereitschaft erhöhen.

Geplant ist ein Start im Frühjahr 2027. Zuvor müssen die gesetzlichen Grundlagen geschaffen und entsprechende Schulungen durchgeführt werden.

Ärztekammer sieht Probleme

Die Ärztekammer reagierte kritisch. Sie bezweifelt, dass die vorgesehenen Schulungen ausreichend seien, und verweist auf Fragen der Patientensicherheit. Die Apothekerkammer weist diese Bedenken zurück.

Damit entwickelt sich eine gesundheitspolitische Grundsatzdiskussion über die Aufgabenverteilung zwischen Ärzten und Apothekern.

Trauer in der FPÖ

Auch eine traurige Nachricht beschäftigte die Innenpolitik. Der langjährige FPÖ-Klubdirektor Norbert Nemeth ist verstorben. Sein Tod löste innerhalb der Partei Betroffenheit aus.

Was bedeutet das für die Bevölkerung?

Die geplanten Impfungen in Apotheken könnten insbesondere in ländlichen Regionen den Zugang zur Gesundheitsversorgung erleichtern.

Entscheidend wird sein, ob eine sichere Durchführung gewährleistet ist und die neuen Angebote tatsächlich zu einer Entlastung beitragen.

Unsere Einschätzung: Eine patientenfreundlichere Gesundheitsversorgung ist grundsätzlich zu begrüßen. Allerdings darf die praktische Umsetzung nicht zulasten medizinischer Sicherheitsstandards gehen.

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von Autor: Red. TB
am: Donnerstag, 05.11.2026

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