Waymo-Robotaxi entdeckt neue Funktion: Offroad-Schwimmen

Waymo-Robotaxi entdeckt neue Funktion: Offroad-Schwimmen

Veröffentlicht

Donnerstag, 14.05.2026
von Red. TB

Die Zukunft des autonomen Fahrens hat in Texas offenbar einen kleinen Umweg genommen – direkt in einen Bach.

Der Google-Ableger Waymo muss rund 3.800 selbstfahrende Autos zurückrufen, nachdem eines der Robotaxis in San Antonio beschlossen hatte, dass eine überflutete Straße vermutlich einfach „Wasser mit Fahrbahncharakter“ sei. Das Fahrzeug fuhr unbeirrt weiter, wurde anschließend von den Fluten erfasst und landete stilvoll in einem Creek.

Immerhin: Das Auto war leer. Offenbar hatte selbst die KI niemanden gefunden, der bei Starkregen freiwillig mitfahren wollte.

Laut der US-Verkehrsbehörde NHTSA liegt das Problem an der Software. Übersetzt heißt das wohl: Das Auto konnte den Unterschied zwischen Straße und Fluss nicht eindeutig erkennen. Vielleicht hatte es einfach zu oft „Fast & Furious“ gesehen.

Waymo betont natürlich, Sicherheit habe „oberste Priorität“. Deshalb arbeite man jetzt an neuen Schutzmechanismen. Eine revolutionäre Idee soll bereits diskutiert werden: Autos künftig nicht mehr aktiv in Überschwemmungen hineinfahren zu lassen.

Bis das Update fertig ist, bleibt der Betrieb in San Antonio pausiert. Man wolle erst sicherstellen, dass die Fahrzeuge künftig nicht spontan eine Karriere als Jetski anstreben.

Die Sache ist besonders peinlich, weil Waymo als Vorzeigeprojekt der autonomen Mobilität gilt. Mehr als 500.000 Fahrten pro Woche absolvieren die Robotaxis inzwischen in US-Städten. Und die meisten enden wohl tatsächlich auf Straßen.

Experten sehen den Vorfall gelassen. Jede Technologie habe ihre Grenzen, heißt es. Manche Systeme erkennen rote Ampeln nicht, andere Baustellen – Waymo erkennt jetzt offenbar auch Gewässer erst relativ spät.

Dabei hätte der Wagen gewarnt sein können: Wenn links und rechts plötzlich Fische vorbeischwimmen, ist es womöglich keine reguläre Spurführung mehr.

Trotzdem hält Waymo an seinen Expansionsplänen fest. Noch dieses Jahr soll der Dienst nach London kommen. Britische Fußgänger dürfen sich also schon jetzt auf die Frage freuen, ob autonome Autos eigentlich auch Themse-tauglich sind.

Bildnachweis:

wal_172619 (CC0), Pixabay

von Autor: Red. TB
am: Donnerstag, 14.05.2026

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