Kaum ist die Fähre einmal unsanft eingeparkt worden, geht sie auch schon wieder geschniegelt auf große Fahrt. Die Tarifa Jet, im März noch eher Hindernis als Transportmittel, darf nun wieder Touristen zwischen Jersey und St. Malo hin- und herchauffieren – als wäre nichts gewesen. Maritime Resilienz, könnte man sagen.
Auch die Caesarea Trader meldet sich zurück im Dienst, nachdem ein Motorraumbrand für unfreiwillige Spannung gesorgt hatte. Offenbar gehört ein gewisses Maß an Drama inzwischen zum guten Ton im Fährbetrieb – Hauptsache, am Ende fährt alles wieder pünktlich genug für den Sommerfahrplan.
Und der hat es in sich: „Verbesserte Zeiten“, mehr Verbindungen, längere Aufenthalte – bis zu sechs Stunden Frankreich für Tagesausflügler. Gerade genug, um Baguette zu kaufen, einen Café crème zu trinken und sich kurz zu fragen, warum man nicht länger bleibt.
Mit der Levante Jet geht’s außerdem wieder Richtung Poole, viereinhalb Stunden über den Ärmelkanal – also genau die richtige Zeit, um sich einzureden, dass Seegang eigentlich ganz beruhigend ist.
Unterm Strich zeigt DFDS vor allem eines: Egal ob Kollision oder Brand – die Saison wartet nicht. Und wenn die Fähren wieder schwimmen, wird gefahren. Schließlich lässt sich Sommer schlecht verschieben.

