Gerade noch klang es nach „Bomben frei in 3…2…1…“, jetzt heißt es plötzlich: Ach, wir warten noch ein bisschen. Donald Trump hat die Waffenruhe mit dem Iran kurzerhand verlängert – auf Wunsch Pakistans. Man kennt’s: Wenn der Vermittler höflich fragt, drückt man eben nochmal auf Pause. Weltpolitik als höfliches Kaffee-Kränzchen.
Ein Datum? Fehlanzeige. Warum sich festlegen, wenn man auch einfach in der Schwebe bleiben kann? Die Waffenruhe gilt jetzt also… solange sie eben gilt. Oder bis der nächste Tweet etwas anderes sagt.
Parallel dazu läuft das große internationale „Wer ist schuld?“-Turnier. Iran sagt: USA sind stur. USA sagen: Iran ist schwierig. Am Ende sind sich alle einig: Verhandeln ist super – solange der andere sich bewegt. Also gar nicht.
Besonders charmant: die Reisepläne des US-Vizepräsidenten. Erst sollte er nach Pakistan, dann doch nicht, dann vielleicht, dann wieder nein – am Ende blieb er einfach daheim. Wahrscheinlich sicherheitshalber, um sich nicht selbst zu verpassen.
Und währenddessen das große Chaos um die Straße von Hormus: offen, geschlossen, halb offen, irgendwie blockiert – je nach Tageszeit und Sprecher. Navigation nach Gefühl.
Krönung des Ganzen: Trumps Verhandlungserfolge, die es laut Iran… gar nicht gibt. Sieben angebliche Deals in einer Stunde – das muss man erstmal schaffen. Die Gegenseite nennt es schlicht Fantasie.
Unterm Strich bleibt: Waffenruhe verlängert, niemand weiß wie lange, niemand weiß warum genau – aber alle tun so, als hätten sie den Plan.
Und falls nicht: Kein Problem. Dann wird eben wieder bombardiert. Oder verlängert. Oder getwittert. Außenpolitik à la Überraschungsei.

