Tucker Carlson

Tucker Carlson

Veröffentlicht

Dienstag, 21.04.2026
von Red. TB

Der Bruch kommt spät – und klingt nach Reue: Der konservative US-Kommentator Tucker Carlson hat öffentlich eingeräumt, dass er seine Unterstützung für Donald Trump heute kritisch sieht. Besonders der Krieg mit dem Iran habe bei ihm zu einem Umdenken geführt.

In seinem eigenen Podcast sprach Carlson ungewöhnlich offen über Verantwortung und Gewissensfragen. Er sehe sich selbst und viele andere Unterstützer mitverantwortlich für die aktuelle Entwicklung. Die Militäraktion der US-Regierung bezeichnete er dabei als „absolut abstoßend und böse“.

Carlson, einst einer der lautstärksten medialen Unterstützer Trumps, geht damit auf Distanz – und das nicht zum ersten Mal. Schon zuvor hatte er den Kurs der Regierung im Nahostkonflikt kritisiert. Nun geht er einen Schritt weiter und spricht von persönlicher Schuld. Es reiche nicht aus, einfach seine Meinung zu ändern, sagte er. Vielmehr müsse man sich eingestehen, Teil des Problems gewesen zu sein.

Die Reaktion aus dem Weißen Haus ließ nicht lange auf sich warten. Präsident Trump hatte bereits zuvor Kritiker aus den eigenen Reihen scharf angegriffen und ihnen mangelnde Intelligenz unterstellt. Carlson reiht sich damit in eine wachsende Gruppe konservativer Stimmen ein, die sich vom Präsidenten abgewandt haben.

Besonders bemerkenswert ist der Tonfall: Carlson spricht davon, dass ihn diese Entwicklung noch lange beschäftigen werde. Er habe Menschen möglicherweise in die Irre geführt – wenn auch nicht absichtlich. Diese Form der Selbstkritik ist in der US-Politik selten.

Die Diskussion unter seinen Zuhörern zeigt, dass er mit seinen Zweifeln nicht allein ist. Viele äußern ebenfalls Enttäuschung, insbesondere mit Blick auf den Krieg, außenpolitische Entscheidungen und frühere Versprechen, militärische Eskalationen zu vermeiden.

Der Konflikt zwischen Trump und einstigen Unterstützern wie Carlson ist damit nicht nur ein politischer, sondern auch ein persönlicher geworden. Und er wirft eine grundsätzliche Frage auf: Wie gehen politische Akteure mit der eigenen Verantwortung um, wenn sich Entscheidungen im Nachhinein als folgenschwer erweisen?

Bildnachweis:

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay

von Autor: Red. TB
am: Dienstag, 21.04.2026

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