Trump macht China plötzlich sympathischer – das muss man auch erst einmal schaffen

Trump macht China plötzlich sympathischer – das muss man auch erst einmal schaffen

Veröffentlicht

Mittwoch, 15.04.2026
von Red. TB

Es gibt politische Leistungen, die muss man erst einmal hinbekommen.
Donald Trump liefert gerade so ein Meisterstück ab.

Während er gegen Freunde, Verbündete, Kritiker, NATO-Partner, den Papst, die Fed, Europa, Kanada, Iran und gefühlt jeden zweiten Menschen auf diesem Planeten austeilt, passiert in den USA etwas Bemerkenswertes:

China wirkt plötzlich auf viele Amerikaner gar nicht mehr ganz so schlimm.

Ja, richtig gelesen.

Laut einer neuen Umfrage des Pew Research Center sehen inzwischen 27 Prozent der Amerikaner China positiv.
2023 waren es gerade einmal 14 Prozent.

Das ist ein politischer Offenbarungseid für Washington – und vor allem für Donald Trump.

Wenn Trump regiert, wirkt selbst Peking fast schon beruhigend

Noch vor wenigen Jahren war China in den USA für viele das absolute Feindbild:
Corona, Handelskrieg, geopolitische Spannungen, Anti-Asien-Hysterie – alles wurde aufgeladen, alles wurde eskaliert.

Und heute?
Heute sagen deutlich weniger Amerikaner, China sei ein Feind.
Viele sehen das Land weiterhin als Konkurrenten – aber eben nicht mehr als den großen Dämon.

Warum?
Weil die Menschen vergleichen.

Auf der einen Seite:
Ein chinesischer Staatschef, autoritär, kühl, strategisch, kontrolliert.

Auf der anderen Seite:
Ein amerikanischer Präsident, der morgens die Weltwirtschaft schockt, mittags Verbündete beleidigt, nachmittags mit Kriegen spielt und abends auf Social Media den nächsten Größenwahn postet.

Da kommt selbst Peking plötzlich rüber wie ein Buchhalter mit Langzeitplan.

Das ist Trumps wahre Außenpolitik-Bilanz

Trump wollte China schwächen.
Tatsächlich schafft er gerade das Gegenteil:

Er macht die USA unberechenbarer – und China dadurch automatisch attraktiver.

Wer ständig zündelt, droht, pöbelt und Institutionen zerlegt, darf sich nicht wundern, wenn der geopolitische Konkurrent irgendwann wie die stabilere Adresse aussieht.

Das Bittere daran:
Das ist nicht Chinas Stärke allein.
Das ist vor allem Amerikas selbst verschuldete Schwäche unter Trump.

Fazit

Trump verkauft sich gern als harter China-Gegner.
In Wahrheit liefert er Peking gerade das beste PR-Paket seit Jahren.

Wenn Xi Jinping heute in den USA besser aussieht als noch 2023, dann ist das nicht Pekings größter Erfolg – sondern Trumps größter außenpolitischer Offenbarungseid.

Oder ganz einfach gesagt:

Donald Trump schafft gerade etwas historisch Seltenes:
Er lässt China auf viele Amerikaner vernünftiger wirken als Amerika selbst.

Bildnachweis:

geralt (CC0), Pixabay

von Autor: Red. TB
am: Mittwoch, 15.04.2026

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