Irans Blick von oben – mit chinesischer Hilfe. Ob Donald das gefällt?

Irans Blick von oben – mit chinesischer Hilfe. Ob Donald das gefällt?

Veröffentlicht

Mittwoch, 15.04.2026
von Red. TB

Das dürfte im Weißen Haus ungefähr so gut ankommen wie ein Vegetarier-Buffet bei einem Texas-Barbecue:
Laut einem Bericht der „Financial Times“ soll sich der Iran still und leise einen chinesischen Spionagesatelliten zugelegt haben – und damit ausgerechnet US-Militärstützpunkte im Nahen Osten überwacht haben.

Mit anderen Worten:
Während Donald Trump vermutlich noch davon ausgeht, dass nur Amerika aus dem All auf andere Länder schaut, hat Teheran offenbar längst selbst den Feldstecher ausgepackt – nur eben in Hightech und mit chinesischer Bedienungsanleitung.

Spionage aus dem Orbit statt nur Parolen vom Boden

Die britische Zeitung berichtet unter Berufung auf iranische Militärdokumente, dass die Luft- und Raumfahrtkräfte der Revolutionsgarde den Satelliten TEE-01B bereits Ende 2024 übernommen haben sollen. Gebaut und ins All gebracht worden sei das gute Stück vom chinesischen Unternehmen Earth Eye.

Der Zweck?
Nicht etwa romantische Sonnenuntergänge über Persien oder hübsche Wüstenpanoramen für den Familienkalender 2026 – sondern laut Bericht ganz nüchtern:
Beobachtung von US-Militäranlagen in der Region.

Die „Financial Times“ stützt sich dabei auf Koordinatenlisten mit Zeitangaben, Satellitenbilder und Orbitalanalysen. Klingt also deutlich belastbarer als so manche spontane Wahrheit aus Trumps Social-Media-Orchester.

Trump dürfte begeistert sein – also nicht

Für Donald Trump ist das natürlich eine denkbar unangenehme Nachricht.
Denn die Erzählung vom allwissenden Amerika bekommt plötzlich Risse, wenn sich herausstellt, dass der Iran mit chinesischer Hilfe offenbar ebenfalls ziemlich genau weiß, wo die US-Stützpunkte stehen, was dort fliegt und wann dort Bewegung ist.

Oder anders gesagt:
Washington wollte Druck ausüben – und Teheran schaute möglicherweise live mit.

Das eigentlich Brisante daran ist aber nicht nur der Spionageaspekt.
Es ist die nächste Erinnerung daran, dass China längst nicht nur wirtschaftlich, sondern auch strategisch immer tiefer im Nahen Osten mitmischt. Und während Trump gern von Stärke redet, zeigen solche Berichte vor allem eins:

Die Weltordnung wird inzwischen nicht mehr nur in Washington gemacht – und das dürfte Donald noch weniger gefallen als ein kritischer Papst.

Bildnachweis:

von Autor: Red. TB
am: Mittwoch, 15.04.2026

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