Großbritannien wird vom Iran-Krieg wirtschaftlich besonders hart getroffen

Großbritannien wird vom Iran-Krieg wirtschaftlich besonders hart getroffen

Veröffentlicht

Mittwoch, 15.04.2026
von Red. TB

Der Krieg mit dem Iran trifft Großbritannien laut Internationalem Währungsfonds (IWF) härter als jede andere fortgeschrittene Volkswirtschaft. Der Fonds senkte seine Wachstumsprognose für das Vereinigte Königreich für dieses Jahr von 1,3 auf 0,8 Prozent.

Als Gründe nennt der IWF vor allem die Folgen des Krieges, anhaltend hohe Energiepreise und geringere Spielräume für Zinssenkungen. Großbritannien gilt als besonders anfällig, da das Land Energie netto importiert und daher stark auf steigende Öl- und Gaspreise reagiert.

Auch bei der Inflation rechnet der IWF mit anhaltendem Druck: Für dieses Jahr erwartet der Fonds 3,2 Prozent Teuerung, vorübergehend könnte die Inflation sogar in Richtung vier Prozent steigen.

Finanzministerin Rachel Reeves erklärte, der Krieg sei „nicht unser Krieg“, werde Großbritannien aber dennoch teuer zu stehen kommen. Zugleich betonte sie, das Land sei wirtschaftlich stabiler aufgestellt als zuvor.

US-Finanzminister Scott Bessent verteidigte die wirtschaftlichen Belastungen. Ein „kleines bisschen wirtschaftlicher Schmerz“ sei vertretbar, wenn dadurch langfristig Sicherheitsrisiken durch den Iran verringert würden. Die britische Regierung widersprach allerdings der Einschätzung, dass vom Iran derzeit eine konkrete Raketenbedrohung für Europa ausgehe.

Der IWF warnt zudem vor vorschnellen Gegenmaßnahmen. Neue Hilfspakete oder schnelle Zinserhöhungen könnten die ohnehin fragile Lage zusätzlich verschärfen. Entscheidend sei nun, wie lange der Konflikt andauere. Sollte sich die Lage im Nahen Osten nicht bald entspannen, drohten Großbritannien und der Weltwirtschaft deutlich größere Schäden.


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rachelmatthews7 (CC0), Pixabay

von Autor: Red. TB
am: Mittwoch, 15.04.2026

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