China besteuert jetzt Kondome – als ob Babys an der Kassa scheitern würden

China besteuert jetzt Kondome – als ob Babys an der Kassa scheitern würden

Veröffentlicht

Sonntag, 12.04.2026
von Red. TB

Peking hat mal wieder eine brillante Idee gegen den Geburtenkollaps:
Kondome werden teurer.
Ja, wirklich.

Ab sofort kassiert China auf Verhütungsmittel 13 Prozent Steuer. Kondome, Pille, Verhütungsprodukte – alles rauf. Gleichzeitig wird Kinderbetreuung billiger gemacht.
Die Botschaft ist so subtil wie ein Behördenhammer ins Schlafzimmer:

Weniger verhüten, mehr vermehren.

Jahrzehntelang hieß es in China:
„Bitte nur ein Kind.“
Jetzt heißt es plötzlich:
„Warum macht ihr denn gar keine mehr?“

Und weil in Peking offenbar jemand ernsthaft glaubt, der Kinderwunsch scheitere am Preis eines Kondoms, wird jetzt am Latex herumgedoktert, während das eigentliche Problem so groß wie ein Hochhaus im Immobiliencrash vor der Tür steht.

Denn die Wahrheit ist brutal simpel:
Nicht das Kondom ist zu teuer. Das Kind ist zu teuer.

Wohnungen unbezahlbar.
Jobs unsicher.
Karrieredruck brutal.
Kinderbetreuung stressig.
Schule und Nachhilfe ein finanzieller Albtraum.
Frauen tragen weiter den Großteil der Last.
Und die Wirtschaft läuft auch nicht gerade wie ein Fruchtbarkeits-Booster.

Aber klar:
Ein paar Yuan mehr fürs Präservativ – und plötzlich reißen sich alle um den Nachwuchs.

Im Netz wurde die Aktion entsprechend zerlegt.
Einige decken sich noch schnell mit Vorräten ein, andere lachen nur noch.
Und zurecht.

Denn niemand sitzt daheim und denkt sich:
„Schatz, das Kondom kostet jetzt 13 Prozent mehr – lass uns sofort drei Kinder machen.“

So funktioniert weder Biologie noch Alltag noch gesunder Menschenverstand.

Besonders absurd: Während der Staat offiziell Geburten fördern will, wächst gleichzeitig die Sorge, dass genau diese Maßnahme mehr ungewollte Schwangerschaften und gesundheitliche Probleme bringt – vor allem bei jungen Leuten oder Menschen mit wenig Geld.

Mit anderen Worten:
Mehr Risiko, mehr Druck, mehr Staat – aber nicht automatisch mehr Wunschbabys.

Und genau das ist der Punkt, an dem Chinas Familienpolitik endgültig ins Satirische kippt.

Statt echte Gründe anzugehen – hohe Lebenshaltungskosten, Zukunftsangst, gesellschaftlichen Stress, kaputte Dating-Kultur und totale Überforderung – macht man lieber das Kondom teurer und hofft offenbar, dass sich der Rest schon irgendwie biologisch regelt.

Fazit
China will mehr Kinder – und greift dafür ausgerechnet ins Kondomregal.
Das ist ungefähr so logisch, wie den Wohnungsmangel mit teureren Türgriffen zu bekämpfen.

Babys scheitern nicht am Latex.
Babys scheitern an einem Leben, das sich keiner mehr leisten will.

Oder noch kürzer:
Kondome teurer, Kinder weiter zu teuer – und Peking wundert sich ernsthaft.

Bildnachweis:

syafrani_jambe (CC0), Pixabay

von Autor: Red. TB
am: Sonntag, 12.04.2026

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