Alarmstufe Braun: Kalifornien brennt – und Amerika fürchtet um sein Klopapier

Alarmstufe Braun: Kalifornien brennt – und Amerika fürchtet um sein Klopapier

Veröffentlicht

Donnerstag, 09.04.2026
von Red. TB

Es gibt Nachrichten, bei denen man sofort weiß:
Jetzt wird es ernst.

Nicht Krieg, nicht Börsencrash, nicht Stromausfall.
Nein – in Kalifornien ist ein gigantisches Lager von Kimberly-Clark abgefackelt. Also jenem Konzern, der unter anderem das produziert, woran die westliche Zivilisation in Krisenzeiten offenbar emotional am stärksten hängt:
Klopapier.

In Ontario, Kalifornien, stand ein 1,2-Millionen-Quadratfuß-Lager in Flammen. Sechs Alarmstufen, 175 Feuerwehrleute, 20 Löschfahrzeuge, jede Menge Rauch – und irgendwo im Hintergrund hört man vermutlich schon das nervöse Rascheln von Einkaufswagen in amerikanischen Supermärkten.

Denn in dem Gebäude lagen Papier- und Hygieneprodukte. Also nicht nur irgendwelche Kartons, sondern potenziell die heiligen Reliquien des US-Alltags:
Cottonelle, Kleenex, Viva, Huggies – kurz: alles, was Menschen brauchen, wenn sie schnäuzen, wischen oder Windeln wechseln müssen.

Besonders schräg: Die Behörden vermuten Brandstiftung. Festgenommen wurde ein 29-Jähriger, der laut Polizei sogar bei einem Logistikdienstleister gearbeitet haben soll, der für Kimberly-Clark tätig ist.
Man könnte also sagen:
Er kannte die Ware. Und offenbar auch den besten Weg, sie in Rauch aufgehen zu lassen.

Zum Glück wurde niemand verletzt. Rund 20 Mitarbeiter waren im Gebäude, konnten aber rechtzeitig raus. Die Feuerwehr versuchte zunächst, das Monsterfeuer von innen zu bekämpfen – bis sie merkte, dass ein brennendes Klopapier-Lager ungefähr so gut kontrollierbar ist wie ein Familienchat an Weihnachten.

Also Rückzug. Außenangriff. Wasser marsch.
Erst Stunden später war der Spuk halbwegs eingedämmt.

Kimberly-Clark versucht derweil, beruhigend zu wirken. Man habe Notfallpläne, robuste Lieferketten, koordinierte Maßnahmen und arbeite eng mit Logistikpartnern zusammen. Übersetzt heißt das vermutlich:
„Bitte kaufen Sie jetzt nicht wieder 400 Rollen pro Haushalt.“

Analysten warnen trotzdem vor möglichen Engpässen an der Westküste. Drei Prozent des US-Geschäfts könnten betroffen sein. Klingt klein – bis der erste Amerikaner mit leerem Wagen vor dem Toilettenpapier-Regal steht und Flashbacks aus dem Jahr 2020 bekommt.

Fazit:

Ein Lager brennt, Amerika zittert, und irgendwo sitzt garantiert schon jemand mit 96 Rollen im Keller und flüstert:
„Ich hab’s euch gesagt.“

Bildnachweis:

Alexandra_Koch (CC0), Pixabay

von Autor: Red. TB
am: Donnerstag, 09.04.2026

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