Sensation auf Sardinien: Familien sollen beim Essen wieder miteinander reden!

Sensation auf Sardinien: Familien sollen beim Essen wieder miteinander reden!

Veröffentlicht

Montag, 02.11.2026
von Red. TB

Italien wagt ein gesellschaftliches Experiment, das auch in Österreich für Gesprächsstoff sorgen dürfte: In ausgewählten Restaurants auf Sardinien sollen Eltern und Kinder ihre Smartphones weglegen und tatsächlich miteinander sprechen. Ja, Sie haben richtig gelesen: miteinander reden! Ganz ohne TikTok, Instagram und WhatsApp.

In 15 Restaurants auf der italienischen Mittelmeerinsel läuft seit Anfang November ein ungewöhnlicher Pilotversuch. Unter dem Motto „A tavola senza schermi“ – „Zu Tisch ohne Bildschirme“ – sollen Familien wieder entdecken, dass der Mensch gegenüber tatsächlich sprechen kann.

Und das sogar ohne WLAN!

Mama, Papa – kennen wir uns eigentlich?

Stellen wir uns eine typische österreichische Familie im Urlaub vor.

Die Familie betritt ein Restaurant. Der Kellner erklärt freundlich, dass während des Essens auf Smartphones verzichtet werden soll.

Stille.

Der Sohn schaut entsetzt. Die Tochter fragt, ob das überhaupt erlaubt sei. Papa möchte wenigstens schnell die Fußballergebnisse kontrollieren.

Und Mama stellt plötzlich eine Frage, die seit Jahren niemand mehr gehört hat:

„Na, Kinder, wie war denn euer Tag?“

Panik am Esstisch!

Statt TikTok gibt es Buntstifte

Die teilnehmenden Restaurants verteilen an Familien mit Kindern kleine Spielsets mit Buntstiften.

Für manche Kinder möglicherweise eine völlig neue Erfahrung: Man kann Bilder malen, ohne vorher eine App herunterzuladen.

Noch erstaunlicher: Das fertige Kunstwerk benötigt weder WLAN noch ein Software-Update.

Auch Eltern sollen profitieren. Statt schweigend auf ihre Displays zu schauen, könnten sie wieder miteinander sprechen.

Vielleicht entdecken manche Ehepaare dabei sogar, dass sie ähnliche Interessen haben.

Handyverbot? Ganz so streng sind die Italiener nicht

Die Teilnahme erfolgt freiwillig. Wer einen wichtigen Anruf erwartet, darf sein Telefon weiterhin benutzen. Allerdings möglichst außerhalb des Tisches.

Die Botschaft ist einfach: Gemeinsam essen bedeutet auch, gemeinsam Zeit zu verbringen.

Und wie wäre das eigentlich in Österreich?

Man stelle sich vor, beim Wiener Schnitzel, beim steirischen Backhendl oder beim Salzburger Nockerl würden sämtliche Handys eingesammelt.

Kein schnelles Fotografieren des Essens. Keine WhatsApp-Nachricht zwischen Vorspeise und Hauptgang.

Und vor allem keine Diskussion darüber, wer gerade welches Video auf TikTok gesehen hat.

Stattdessen müsste man sich unterhalten.

Eine geradezu revolutionäre Vorstellung!

Unser Fazit

Hinter der lustigen Idee steckt ein durchaus ernstes Anliegen. Gemeinsame Mahlzeiten sollten Momente der Begegnung sein und nicht bloß eine Gelegenheit, nebeneinander auf Bildschirme zu starren.

Vielleicht sollten auch österreichische Gastronomen das Experiment ausprobieren.

Vier Menschen, vier Teller, null Smartphones – und plötzlich stellt man fest, dass die eigene Familie eigentlich ganz sympathisch ist!

Eine Frage bleibt allerdings offen:

Wie soll man künftig beweisen, dass man ein Wiener Schnitzel gegessen hat, wenn man vorher kein Foto davon auf Instagram veröffentlichen durfte?

Redaktion diebewertung.at

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Bildnachweis:

13smok (CC0), Pixabay

von Autor: Red. TB
am: Montag, 02.11.2026

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