Niedriger Wasserstand sorgt für immer mehr Seegras im Bodensee

Niedriger Wasserstand sorgt für immer mehr Seegras im Bodensee

Veröffentlicht

Sonntag, 09.08.2026
von Red. TB

Der niedrige Wasserstand und die hohen Temperaturen machen derzeit vor allem Bootsfahrern auf dem Bodensee zu schaffen. In den flachen Uferbereichen wachsen verstärkt Wasserpflanzen, die von Booten herausgerissen werden und sich anschließend zu größeren Seegrasfeldern an der Wasseroberfläche sammeln.

Besonders betroffen sind die Ufer- und Hafenbereiche in Vorarlberg. Unter anderem im Bereich der Schwedenschanze in Hard muss das Seegras regelmäßig entfernt werden. Größere Ansammlungen können sich in Schiffsschrauben verfangen. Dadurch verlieren Boote an Leistung und können im schlimmsten Fall sogar manövrierunfähig werden.

Zur Beseitigung größerer Seegrasfelder sind deshalb derzeit regelmäßig spezielle Arbeitsboote und örtliche Einsatzkräfte unterwegs.

Badequalität weiterhin ausgezeichnet

Für Badegäste gibt es dagegen gute Nachrichten. Trotz der hohen Temperaturen und des niedrigen Wasserstands ist die Wasserqualität weiterhin sehr gut. Zwischen Ende Juni und Ende August werden an insgesamt 16 Badestellen regelmäßig Wasserproben genommen. Bei der jüngsten Untersuchung am 20. Juli wurde an allen kontrollierten Stellen eine ausgezeichnete Badequalität festgestellt.

Hohe Temperaturen und intensive Sonneneinstrahlung können sich auf bestimmte Keime sogar günstig auswirken, da diese unter solchen Bedingungen schlechter überleben.

Höheres Risiko für Badedermatitis

Der niedrige Wasserstand bringt dennoch einige Risiken mit sich. Wasserpflanzen erreichen in flachen Bereichen und Buchten früher die Oberfläche. Wo besonders viele Pflanzen wachsen, kommen häufig auch mehr Schnecken und Wasservögel vor. Dadurch können sich Zerkarien vermehren. Diese Larven können beim Menschen eine Badedermatitis mit starkem Juckreiz und Hautreizungen verursachen.

Außerdem sollten Badegäste beim Einstieg ins Wasser vorsichtig sein. Durch den niedrigen Wasserstand liegen muschelbewachsene Uferbereiche teilweise näher an der Oberfläche. Dadurch steigt das Risiko für Schnittverletzungen an den Füßen.

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naturfreund_pics (CC0), Pixabay

von Autor: Red. TB
am: Sonntag, 09.08.2026

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