Auf der norwegischen Inselgruppe Spitzbergen sorgen ungewöhnlich viele tote Rentiere für große Besorgnis. Bei der diesjährigen Zählung wurden bislang 13 kürzlich verendete Tiere entdeckt – elf Weibchen und zwei Männchen. Gefunden wurden sie in zwei Tälern des arktischen Archipels, rund 1.000 Kilometer vom Nordpol entfernt.
Für die Behörden ist vor allem der Zeitpunkt auffällig. Dass ausgewachsene Tiere und Weibchen im fortpflanzungsfähigen Alter mitten im Sommer sterben, gilt als äußerst ungewöhnlich. Gerade deshalb werden die Funde nun besonders aufmerksam untersucht.
Bislang ist völlig unklar, was den Tieren zum Verhängnis wurde. Auch das Norwegische Institut für Naturforschung hat derzeit keine eindeutige Erklärung oder konkrete Hypothese für die Todesfälle.
Die Behörden hoffen nun, durch weitere Beobachtungen und Meldungen ein klareres Bild zu bekommen. Bewohner und Besucher Spitzbergens wurden gebeten, weitere verendete Tiere zu melden.
Die Funde hinterlassen vor allem viele offene Fragen – und die Sorge, dass hinter den Todesfällen ein größeres Problem stecken könnte. Für die empfindliche Tierwelt der Arktis wäre das eine beunruhigende Entwicklung.


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