40 Grad im Schatten – Österreich übt schon mal für den Backofen

40 Grad im Schatten – Österreich übt schon mal für den Backofen

Veröffentlicht

Samstag, 27.06.2026
von Red. TB

Der Sommer hat beschlossen, keine halben Sachen mehr zu machen. Temperaturen knapp unter der 40-Grad-Marke sorgen derzeit dafür, dass selbst der Asphalt darüber nachdenkt, auszuwandern.

Wer jetzt noch behauptet, er liebe die Hitze, hat vermutlich eine funktionierende Klimaanlage, einen Swimmingpool oder arbeitet im Tiefkühlhaus.

Die Wetterexperten empfehlen vor allem eines: trinken, trinken und nochmals trinken. Und nein – das dritte eiskalte Bier zählt medizinisch leider nicht als ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Wasser, ungesüßter Tee oder verdünnte Säfte stehen deutlich höher auf der Hitze-Hitparade.

Auch beim Essen gilt: Jetzt ist nicht der ideale Zeitpunkt für Schweinshaxe mit Knödeln und drei Soßen. Obst, Salate und leichte Kost sorgen dafür, dass der Körper nicht schon beim Mittagessen einen inneren Hitzestau anmeldet.

Sport? Kann man machen. Muss man aber nicht. Wer bei 39 Grad unbedingt einen Marathon laufen möchte, sollte sich zumindest vorher überlegen, ob der Rettungshubschrauber einen Schattenplatz findet.

Besonders ältere Menschen, Kinder und Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten die Hitze nicht unterschätzen. Der Körper meldet sich nämlich nicht immer lautstark. Manchmal beginnt es ganz harmlos mit Schwindel, Kopfschmerzen oder Kreislaufproblemen – und ehe man sich versieht, fühlt man sich wie ein Smartphone mit nur noch einem Prozent Akku.

Auch die Wohnung verwandelt sich derzeit vielerorts in eine Mischung aus Gewächshaus und Pizzaofen. Deshalb heißt die Devise: Früh morgens lüften, tagsüber Fenster schließen, Rollos herunterlassen und sämtliche Elektrogeräte ausschalten, die mehr Wärme produzieren als Nutzen bringen. Der Wäschetrockner darf jetzt Urlaub machen – die Sonne erledigt den Job ohnehin kostenlos.

Wer keine Klimaanlage besitzt, entdeckt plötzlich ganz neue Lieblingsorte: Supermärkte mit Kühlabteilung, Kirchen mit dicken Mauern oder Einkaufszentren, in denen man völlig zufällig drei Stunden lang Schaufenster betrachtet.

Dass Hitzewellen inzwischen häufiger und intensiver auftreten, ist längst keine Ausnahme mehr. Österreich erlebt immer mehr Tage jenseits der 30-Grad-Marke – und das bereits deutlich früher im Jahr als noch vor wenigen Jahrzehnten.

Bis sich das Wetter wieder beruhigt, gilt deshalb: Schatten suchen, ausreichend trinken, Ruhe bewahren und auf keinen Fall den Fehler machen, das Lenkrad eines Autos anzufassen, das den ganzen Nachmittag in der Sonne gestanden hat. Dafür braucht es inzwischen keinen Führerschein mehr – sondern hitzebeständige Handschuhe.

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Sinawa (CC0), Pixabay

von Autor: Red. TB
am: Samstag, 27.06.2026

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