USA:14-Jähriger nach bewaffnetem Überfall auf Limonadenstand festgenommen

USA:14-Jähriger nach bewaffnetem Überfall auf Limonadenstand festgenommen

Veröffentlicht

Montag, 15.06.2026
von Red. TB

Nach einem bewaffneten Überfall auf einen von Kindern betriebenen Limonadenstand hat die Polizei einen 14-jährigen Tatverdächtigen festgenommen. Ein weiterer Verdächtiger, der etwa 11 Jahre alt sein soll, wird weiterhin gesucht.

Nach Angaben der Boston Police Department ereignete sich der Vorfall am 10. Juni gegen 16:44 Uhr. Die Geschwister David Byrne (12) und Juliette Byrne (11) betrieben zu diesem Zeitpunkt ihren Limonadenstand in South Boston.

Laut Polizeibericht gingen die beiden Verdächtigen zunächst mehrmals an dem Stand vorbei. Schließlich hielten sie an und fragten, ob die Kinder Apple Pay akzeptieren würden. Noch bevor diese antworten konnten, griff einer der Jugendlichen nach einer Geldkassette mit rund 50 US-Dollar Inhalt, zeigte den Kindern eine Schusswaffe und flüchtete anschließend gemeinsam mit seinem Begleiter.

„Er kam herüber, sagte, er müsse vielleicht die Kasse mitnehmen, griff danach und zeigte uns dann die Waffe“, berichtete David Byrne gegenüber lokalen Medien. Seine Schwester habe daraufhin die Hände gehoben, während er selbst gesagt habe: „Ihr könnt sie haben.“

Der Zwölfjährige erklärte später, er sei vor allem darüber verärgert gewesen, dass Erwachsene oder ältere Jugendliche Kinder in ihrem Alter bedrohten. „Wir waren 12 und 11 Jahre alt. So etwas sollte man niemandem antun“, sagte er.

Mehrere Anklagen gegen den Festgenommenen

Der festgenommene 14-Jährige muss sich voraussichtlich vor dem Jugendgericht in Boston verantworten. Ihm werden unter anderem bewaffneter Raub, unerlaubter Waffenbesitz sowie weitere Jugendstraftaten vorgeworfen. Aufgrund seines Alters veröffentlichte die Polizei seinen Namen nicht.

Unterstützung aus der Nachbarschaft

Der Vorfall löste große Anteilnahme in der Gemeinde aus. Bereits am Tag nach dem Überfall öffnete der Limonadenstand wieder.

Bostons Bürgermeisterin Michelle Wu besuchte die Kinder persönlich, um ihre Unterstützung auszudrücken. Auch Stadtrat Ed Flynn sagte Hilfe zu. Ein Teil der Einnahmen des Standes soll künftig einer Organisation zugutekommen, die sich gegen Waffengewalt engagiert.

„Das zeigt, wie wichtig das Thema Waffengewalt ist und dass so etwas weder in diesem Alter noch überhaupt passieren sollte“, sagte David Byrne.

Gemeinde zeigt Solidarität

Freunde der Familie äußerten sich schockiert über den Vorfall. Nicole Raukohl bezeichnete die Tat als „unglaublich traurig“ und betonte, dass die Nachbarschaft normalerweise als sicher gelte.

Ihr Ehemann Jonathan Raukohl erklärte, man werde sich von dem Vorfall nicht einschüchtern lassen: „Die Kinder sollen weiterhin draußen spielen und Zeit mit ihren Freunden verbringen können. Was passiert ist, war schrecklich, aber wir werden nicht zulassen, dass es unser Gemeinschaftsgefühl zerstört.“

Die Ermittlungen der Polizei dauern an. Nach dem zweiten Verdächtigen wird weiterhin gefahndet.

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OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay

von Autor: Red. TB
am: Montag, 15.06.2026

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