Neue ukrainische Drohnenangriffe haben in der Nacht mehrere Ziele auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim sowie in der russischen Hauptstadt Moskau getroffen. Nach Angaben russischer Behörden wurden dabei zahlreiche Drohnen abgefangen, dennoch kam es zu Schäden an ziviler Infrastruktur.
Besonders betroffen war die Hafenstadt Sewastopol auf der Schwarzmeer-Halbinsel. Dort seien laut dem von Russland eingesetzten Verwaltungschef Michail Raswoschajew mehrere Wohnhäuser und Wohnblöcke beschädigt worden. Außerdem hätten Trümmer einer abgeschossenen Drohne eine Hochspannungsleitung getroffen, wodurch es in Teilen der Stadt zu Stromausfällen gekommen sei. Das örtliche Kraftwerk sei jedoch nicht getroffen worden.
Nach russischen Angaben wurden allein über Sewastopol und dem Schwarzen Meer insgesamt 25 Drohnen abgeschossen. Landesweit sprach Russland von mehr als 550 abgewehrten Drohnenangriffen sowie drei Todesopfern.
Auch aus Moskau wurden erneut ukrainische Drohnenangriffe gemeldet. Bürgermeister Sergej Sobjanin erklärte auf Telegram, dass zwischen Mitternacht und dem frühen Morgen 64 Drohnen im Anflug auf die Hauptstadt abgefangen worden seien.
Die Ukraine greift seit Beginn des russischen Angriffskrieges immer wieder militärische und infrastrukturelle Ziele auf russischem Gebiet sowie auf der Krim an. Russland hatte die Halbinsel bereits 2014 annektiert. Seit der großangelegten Invasion Russlands in die Ukraine vor mehr als vier Jahren hat sich der Krieg zunehmend auch auf Luftangriffe und Drohnenoperationen ausgeweitet.
Die aktuellen Angriffe erfolgen nur wenige Tage nach massiven russischen Luftschlägen gegen die Ukraine. Dabei waren in Kiew nach ukrainischen Angaben mindestens 24 Menschen getötet worden, nachdem ein Wohnblock durch Angriffe zerstört worden war.

