Donald Trump hat wieder einen neuen Job für eine treue Weggefährtin gefunden: Kari Lake soll US-Botschafterin in Jamaika werden. Offenbar gilt inzwischen die Regel: Wer oft genug behauptet, Wahlen seien manipuliert, bekommt irgendwann entweder eine Talkshow oder eine Karibikinsel.
Lake bedankte sich begeistert bei Trump und erklärte, Jamaika sei ein wunderbares Land voller großartiger Menschen. Insider vermuten allerdings, dass sie sich vor allem auf deutlich entspanntere Schlagzeilen freut als zuletzt bei ihrer Tätigkeit in Washington.
Dort leitete sie nämlich die staatliche Medienbehörde, die unter anderem Voice of America betreut. Ihre Hauptaufgabe bestand darin, möglichst viele Mitarbeiter zu entlassen und den Sender so gründlich zusammenzustreichen, dass am Ende vermutlich nur noch ein Praktikant mit Kurzwellenradio übrig blieb.
Trump wiederum hatte Voice of America jahrelang vorgeworfen, zu kritisch über ihn zu berichten – was in seinem politischen Universum ungefähr dasselbe ist wie „linksextrem“.
Kari Lake selbst war früher Nachrichtensprecherin in Arizona, bevor sie beschloss, lieber selbst Teil der Nachrichten zu werden. Sie kandidierte erst als Gouverneurin, dann für den Senat – und verlor beides. Das hielt sie allerdings nicht davon ab, sich trotzdem irgendwie wie eine Siegerin zu verhalten.
Nun also Jamaika.
Sollte der Senat zustimmen, wird Lake künftig diplomatische Beziehungen pflegen, vermutlich begleitet von der festen Überzeugung, dass auch Botschaftsempfänge manipuliert werden könnten.
Für Jamaika beginnt damit eine spannende Zeit: Sonne, Strand, Reggae – und eine US-Botschafterin, die vermutlich selbst bei tropischen 30 Grad noch von „gestohlenen Wahlen“ erzählen kann.

