Es gibt Ideen, bei denen man sich fragt, ob sie wirklich ernst gemeint sind – oder ob irgendwo heimlich eine Kamera läuft. Die jüngste Eingebung aus den Verhandlungskreisen rund um den Donbas gehört definitiv in diese Kategorie: Warum nicht einfach ein Kriegsgebiet nach Donald Trump benennen?
Ja, richtig gelesen. Aus dem umkämpften Donbas soll – zumindest gedanklich – „Donnyland“ werden. Offenbar nach dem Motto: Wenn schon keine Lösung in Sicht ist, dann wenigstens ein Name mit Glamourfaktor.
Die Logik dahinter? Fast schon bewundernswert schlicht:
👉 Mehr Schmeichelei = mehr Unterstützung.
👉 Mehr Trump im Namen = mehr Aufmerksamkeit aus Washington.
Warum also mühsam diplomatische Lösungen verhandeln, wenn man auch einfach das Ego streicheln kann?
Was als Scherz begann, scheint sich inzwischen verselbstständigt zu haben. Hinter vorgehaltener Hand wird nicht nur über den Namen gesprochen – nein, angeblich existieren schon Flagge und Hymne. Man wartet praktisch nur noch auf den ersten Spatenstich für den „Donnyland Freedom Park“.
Offiziell steht davon natürlich nichts in den Dokumenten. Klar. Man will ja seriös wirken. Inoffiziell hingegen scheint man sich zu denken: Vielleicht funktioniert’s ja…
Und während in der Realität Städte zerstört sind, Menschen leiden und ein komplexer geopolitischer Konflikt tobt, wirkt diese Idee wie ein bizarrer Versuch, Weltpolitik nach den Regeln eines Reality-TV-Formats zu lösen.
Bleibt eigentlich nur noch die nächste Eskalationsstufe:
👉 Ein Friedensplan präsentiert auf goldenem Briefpapier, unterschrieben in Großbuchstaben – und eingeweiht mit einem Feuerwerk über „Donnyland“.
Man kann nur hoffen, dass zumindest irgendwo noch jemand den Unterschied zwischen Diplomatie und Parodie erkennt.

