Offiziell heißt es diplomatisch:
„Kein Vertrauen.“
Übersetzt heißt das:
Man redet miteinander, glaubt sich aber kein Wort.
Iran sagt, die USA hätten es nicht geschafft, Vertrauen aufzubauen.
Washington behauptet dagegen, man sei „in gutem Glauben“ gekommen – nur Teheran habe die US-Bedingungen nicht akzeptiert.
Klingt nach Verhandlung.
Ist aber in Wahrheit eher:
Zwei Seiten sitzen am Tisch und warten, wer zuerst blinzelt.
Das Problem:
Iran sieht sich trotz militärischer Schäden nicht als Verlierer.
Die USA dagegen dachten offenbar, Teheran sei weich genug für schnelle Zugeständnisse.
Fehleinschätzung.
Denn Iran hat weiter ein massives Druckmittel:
die Straße von Hormus.
Und genau dort wird es brandgefährlich.
Während die USA Minen räumen wollen, macht Teheran klar:
Ohne iranische Kontrolle läuft dort gar nichts.
Mit anderen Worten:
Der Waffenstillstand ist da – aber die nächste Explosion steht schon am Nadelöhr des Weltölmarkts.
DIE-BEWERTUNG-Fazit:
Die Gespräche sind nicht an Details gescheitert.
Sie sind an etwas viel Grundsätzlicherem gescheitert:
Die USA wollten Bedingungen diktieren. Iran wollte Respekt und Sicherheitsgarantien. Bekommen hat man gegenseitiges Misstrauen.
Und damit bleibt für Trump nur noch die unangenehme Realität:
Weiter verhandeln – oder weiter eskalieren.

