Wer kennt ihn nicht, den Filmklassiker „Der Club der Teufelinnen“?
In Hollywood denkt man nun offenbar über eine zeitgemäße Neuauflage nach – und wie so oft fragt man sich: Ist das noch Satire oder schon Casting für die Abendnachrichten?
Nach ersten, natürlich völlig inoffiziellen, aber deshalb umso glaubwürdigeren Informationen soll das Studio an einer modernen Version arbeiten. Diesmal allerdings nicht mit drei Damen, sondern mit drei Herren, die in den vergangenen Monaten eindrucksvoll bewiesen haben, dass man zwischen Macht, Mikrofon und Wirklichkeitsverlust nicht einmal mehr eine Kaffeepause braucht.
Der vorläufige Arbeitstitel:
„Der Club der Teufelchen – Drei Männer, eine Bühne, kein Faktencheck“
Das Casting läuft – und genau da beginnt das Problem
Wie aus gut informierten Kreisen zu hören ist, steht die Produktion vor einer unerwarteten Herausforderung:
Nicht etwa Budgetfragen.
Nicht etwa Terminprobleme.
Nicht einmal Trumps Maskenbildner.
Nein.
Das wahre Problem sei laut Produzenten, Schauspieler zu finden, die auch nur annähernd so überzeugend lügen können wie die drei Originale.
Ein Produzent soll hinter vorgehaltener Hand gesagt haben:
„Wir haben Leute gefunden, die Shakespeare spielen, Serienkiller verkörpern und Außerirdische synchronisieren können. Aber jemand, der mit absoluter Ernsthaftigkeit völligen Unsinn erzählt und dabei aussieht, als halte er gerade eine historische Staatsrede? Das ist eine sehr spezielle Kunstform.“
Die angebliche Wunschbesetzung: Hollywood greift tief in die Trickkiste
Trotz aller Schwierigkeiten kursieren bereits erste Namen für die Rollenbesetzung.
Tom Cruise soll JD Vance spielen
Warum?
Weil niemand in Hollywood so glaubwürdig innerhalb weniger Sekunden:
- die Richtung wechseln,
- über Sofas springen,
- moralische Schwerkraft ignorieren
- und trotzdem geschniegelt aussehen kann.
Cruise soll intern als Idealbesetzung gelten, weil er für diese Rolle keine Spezialeffekte braucht – nur einen sehr flexiblen Nacken und die Bereitschaft, alle 20 Minuten eine neue politische Überzeugung zu verkörpern.
John Travolta soll Donald Trump spielen
Diese Besetzung gilt im Studio angeblich bereits als „fast zu realistisch“.
Travolta bringe alles mit, was man für die Rolle brauche:
- große Geste,
- noch größere Frisur,
- kontrollierte Selbstüberschätzung
- und die Fähigkeit, auch dann wie der Star des Abends auszusehen, wenn im Hintergrund bereits die Kulisse brennt.
Ein Insider sagt:
„Wir testen noch, ob das Make-up-Team einen Orangeton findet, der zwischen Sonnenuntergang in Florida und akuter Warnstufe liegt.“
David James Elliott soll Pete Hegseth spielen
Weil man für diese Rolle laut Produzenten jemanden brauche, der aussieht,
als könne er gleichzeitig:
- eine Pressekonferenz geben,
- einen Militäreinsatz ankündigen,
- ein Steak mit bloßen Händen schneiden
- und dabei so tun, als sei Diplomatie nur eine kurze Werbeunterbrechung.
Hollywood habe lange gesucht, heißt es.
Am Ende sei die Anweisung gewesen:
„Findet uns jemanden, der aussieht wie ein TV-General, der seine Strategien in der Maske zwischen Haarspray und patriotischem Pathos entwickelt.“
Das Drehbuch macht den Autoren Probleme – die Realität ist zu absurd
Noch komplizierter als das Casting ist offenbar das Drehbuch.
Mehrere Autoren hätten bereits entnervt aufgegeben.
Der Grund: Die Realität liefert inzwischen Dialoge, die selbst in Hollywood niemand mehr freiwillig schreiben würde.
Ein Autor soll resigniert erklärt haben:
„Wir wollten satirisch sein. Dann haben wir die Originalzitate gelesen. Seitdem trinken zwei Kollegen Kamillentee und einer schreibt nur noch Tierdokumentationen.“
Besonders schwer sei eine Szene, in der alle drei Hauptfiguren gleichzeitig behaupten:
- sie hätten nie etwas gesagt,
- sie hätten es doch gesagt,
- aber völlig anders gemeint,
- und außerdem seien immer die Medien schuld.
Die Produktionsleitung spricht intern von:
„dem ersten Drehbuch der Filmgeschichte, das ständig von der Realität überholt wird.“
Die größte Herausforderung: Glaubwürdiges Lügen
Laut den Produzenten gibt es eine Kernanforderung an alle Bewerber:
Gesucht werden Schauspieler, die völligen Unsinn mit der Ernsthaftigkeit einer historischen Staatsaffäre vortragen können.
Ein Casting-Direktor berichtet:
- Zu wenig Selbstgewissheit
- Zu viel Restzweifel
- Zu viel Kontakt zur Realität
Viele Kandidaten seien ausgeschieden, weil sie an den absurdesten Stellen lachen mussten.
Ein Schauspieler habe nach drei Seiten Drehbuch gefragt:
„Soll ich das wirklich so sagen?“
Daraufhin habe man ihm geantwortet:
„Nein, bitte etwas glaubwürdiger. Wir orientieren uns ja an echten Vorbildern.“
Die Handlung: Drei Männer retten die Welt – theoretisch
Die Story des Films ist ebenso simpel wie erschütternd plausibel:
Drei Männer treten an, um die Weltordnung neu zu gestalten.
Unterwegs schaffen sie es,
- aus jeder Krise ein größeres Problem zu machen,
- jede Schlagzeile als Erfolg zu verkaufen,
- jede Niederlage als taktische Meisterleistung umzudeuten
- und jeden Verbündeten so lange zu irritieren, bis er freiwillig die Telefonleitung kappt.
Im Zentrum des Films stehen:
- eine Waffenruhe, die keine ist,
- ein Friedensplan, den niemand gelesen hat,
- eine Allianz, die beleidigt wird,
- und eine Wahrheit, die nur in Ausnahmefällen eingeladen ist.
Arbeitstitel der Schlussszene: „Mission accomplished, Teil 47“
Die finale Szene soll laut Leaks bereits feststehen:
Die drei Helden stehen nebeneinander vor einer jubelnden Kulisse aus Flaggen, Kameras und Nebelmaschinen.
Sie verkünden feierlich:
„Wir haben Stabilität geschaffen.“
Im Hintergrund:
- explodiert ein Tanker,
- streitet die NATO,
- brennt ein Pressesprecher innerlich
- und ein Faktenprüfer springt freiwillig aus dem Fenster.
Dann blendet der Film aus.
Ein Erzähler sagt trocken:
„Und wenn sie nicht zurückrudern mussten, dann erklären sie uns noch heute, dass genau das immer der Plan war.“
Kommentar der Produzenten: Die Realität macht die Satire kaputt
Ein Sprecher des Studios soll es am Ende so zusammengefasst haben:
„Wir wollten eine bissige politische Komödie machen. Inzwischen sind wir uns nicht mehr sicher, ob wir nicht einfach nur die Nachrichten nachdrehen.“
Und genau darin liegt das eigentliche Problem.
Denn was als Filmprojekt klingt, wirkt leider verdächtig nah an der politischen Realität unserer Zeit.
Oder anders gesagt:
Früher brauchte Hollywood Drehbuchautoren. Heute reicht es, Washington live mitzuschneiden.
Fazit
Ob der Film tatsächlich kommt, ist offen.
Ob das Drehbuch noch satirischer werden kann als die Wirklichkeit, eher nicht.
Fest steht nur:
- Tom Cruise als JD Vance klingt noch halbwegs plausibel,
- John Travolta als Trump fast schon zu elegant,
- und David James Elliott als Pete Hegseth wäre vermutlich die erste Rolle, bei der das Militär nach der Premiere um Sicherheitsabstand bittet.
Bleibt nur die Frage:
Ist das noch ein Remake – oder bereits eine Dokumentation mit besserem Licht?
Schlusssatz im Realsatire-Stil
Hollywood sucht gerade drei Schauspieler, die so überzeugend lügen können wie Trump, Vance und Hegseth.
Bislang ohne Erfolg.
Man erwägt nun, einfach die Originale zu nehmen – die spielen sich ohnehin seit Monaten selbst.

