Sie war die schwimmende Bühne für die Reichen, Schönen und Mächtigen des 20. Jahrhunderts: die Luxusjacht „Christina O“. Hier feierten Winston Churchill, Elizabeth Taylor und Maria Callas – und hier verliebte sich Jackie Kennedy in den griechischen Reeder Aristoteles Onassis. Jetzt steht das legendäre Schiff zum Verkauf. Der Preis wurde drastisch gesenkt.
Wie mehrere US-Medien berichten, kostet die fast 100 Meter lange Superjacht inzwischen nur noch 52 Millionen Euro. Ursprünglich waren rund 90 Millionen Euro verlangt worden.
Die „Christina O“ gilt bis heute als eine der berühmtesten Jachten der Welt. Onassis ließ das frühere Kriegsschiff in den 1950er-Jahren zu einem luxuriösen Palast auf dem Wasser umbauen – mit Swimmingpool, Tanzfläche, Onyx-Treppe und einer legendären Bar mit Hockern aus Walhaut.
Besonders berühmt wurde die Jacht durch Jackie Kennedy. Nach der Ermordung von US-Präsident John F. Kennedy heiratete sie 1968 Onassis. Die Feier nach der Hochzeit auf der griechischen Insel Skorpios fand an Bord der „Christina“ statt.
Ursprünglich wurde das Schiff 1943 als kanadische Fregatte für den Zweiten Weltkrieg gebaut. Nach dem Krieg kaufte Onassis das Schiff zum Schrottwert und investierte Millionen in den Umbau.
Nach seinem Tod verfiel die Jacht jahrzehntelang in einer Marinebasis in Griechenland, bevor sie Anfang der 2000er-Jahre vollständig restauriert wurde. Heute wird sie vor allem für Luxus-Charter genutzt – für rund 700.000 Euro pro Woche.
Trotz ihrer glamourösen Geschichte findet sich bislang kein Käufer. Experten machen dafür die schwache Lage auf dem Luxusmarkt verantwortlich. Viele Superreiche bevorzugen moderne Neubauten statt historischer Schiffe.
Ganz abgeschrieben wird die „Christina O“ aber nicht. Vor allem amerikanische Interessenten sollen sich weiterhin für die Jacht begeistern – auch wegen ihres engen Bezugs zu Jackie Kennedy und der Kennedy-Familie.

