Hantavirus-Fälle auf Kreuzfahrtschiff: US-Passagiere in Spezialklinik in Nebraska eingetroffen

Hantavirus-Fälle auf Kreuzfahrtschiff: US-Passagiere in Spezialklinik in Nebraska eingetroffen

Veröffentlicht

Montag, 11.05.2026
von Red. TB

Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff „MV Hondius“ sind mehrere amerikanische Passagiere in den USA angekommen. Sie wurden in der Nacht zum Montag nach Nebraska gebracht, wo sie in einer hochspezialisierten medizinischen Einrichtung untersucht und überwacht werden.

An Bord des Rückflugs befanden sich 17 US-Bürger sowie ein in den USA lebender Brite. Mindestens ein amerikanischer Passagier gilt als positiv getestet, zeigt nach Angaben der Behörden jedoch bislang keine Symptome. Eine weitere Person hat leichte Beschwerden. Beide wurden vorsorglich in speziellen Biocontainment-Einheiten transportiert.

Die Betroffenen werden am University of Nebraska Medical Center in Omaha untersucht. Dort befindet sich die einzige staatlich finanzierte Quarantäneeinheit der USA für besonders gefährliche Infektionskrankheiten. Die Räume verfügen über Unterdrucksysteme, eigene Sanitärbereiche und sind darauf ausgelegt, mögliche Erreger sicher einzudämmen.

Nach Angaben der Gesundheitsbehörden handelt es sich zunächst nicht um eine klassische Quarantäne, sondern um eine medizinische Bewertung und Beobachtung. Wer keine Symptome zeigt und als geringes Risiko eingestuft wird, könnte später unter Auflagen nach Hause zurückkehren.

Danach sollen die Passagiere 42 Tage lang täglich überwacht werden. So lange kann die Inkubationszeit des Virus dauern.

Der Ausbruch auf der „MV Hondius“ war Anfang Mai der Weltgesundheitsorganisation gemeldet worden. Bislang wurden acht Fälle mit dem Schiff in Verbindung gebracht, drei Passagiere sind gestorben – darunter ein deutscher Staatsbürger und ein niederländisches Ehepaar.

Hantaviren werden normalerweise über Kontakt mit Nagetierkot oder -urin übertragen. Die hier betroffene Andes-Variante kann in seltenen Fällen auch bei engem, längerem Kontakt von Mensch zu Mensch weitergegeben werden.

Die WHO betont dennoch, dass das Risiko für die Allgemeinbevölkerung gering sei. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus erklärte ausdrücklich: „Das ist nicht das nächste Covid-19.“

Bildnachweis:

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay

von Autor: Red. TB
am: Montag, 11.05.2026

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