Iran-Krieg: Während Verbraucher zahlen, klingeln bei Konzernen die Kassen

Iran-Krieg: Während Verbraucher zahlen, klingeln bei Konzernen die Kassen

Veröffentlicht

Freitag, 08.05.2026
von Red. TB

Steigende Benzinpreise, explodierende Energiekosten, Unsicherheit an den Börsen und Angst vor einer weiteren Eskalation im Nahen Osten – für Millionen Menschen weltweit wird der Krieg zwischen den USA, Israel und Iran zunehmend zur finanziellen Belastung. Doch während Verbraucher und Unternehmen unter den Folgen leiden, gibt es auch klare Gewinner dieses Konflikts.

Und diese Gewinner verdienen Milliarden.

Ölkonzerne profitieren massiv von der Krise

Besonders deutlich zeigt sich das bei den großen Öl- und Gaskonzernen. Die Unsicherheit rund um die Straße von Hormus – durch die rund 20 Prozent des weltweiten Ölhandels laufen – hat die Energiepreise massiv steigen lassen.

Für Verbraucher bedeutet das:

  • höhere Spritpreise,
  • steigende Heizkosten,
  • neue Inflationsängste.

Für Konzerne wie BP, Shell oder TotalEnergies hingegen bedeutet die Krise vor allem eines:
Rekordgewinne.

BP verdoppelte seinen Quartalsgewinn auf über 3 Milliarden Dollar. Shell meldete fast 7 Milliarden Dollar Gewinn. TotalEnergies legte ebenfalls massiv zu.

Die eigentliche Tragik:
Je länger Unsicherheit und Spannungen bestehen bleiben, desto profitabler wird das Geschäft für die Energieriesen.

Banken verdienen an Panik und Unsicherheit

Auch die Wall Street verdient kräftig mit. Die extremen Kursschwankungen an den Märkten sorgen für hektischen Handel – und genau daran verdienen Großbanken hervorragend.

JP Morgan meldete alleine im Handelsgeschäft Einnahmen von über 11 Milliarden Dollar in nur drei Monaten. Insgesamt fuhren die größten US-Banken fast 48 Milliarden Dollar Gewinn ein.

Während normale Anleger nervös auf ihre Depots schauen, profitieren Investmentbanken von jeder Krise, jeder Panik und jeder neuen Eskalationsmeldung.

Die Rüstungsindustrie erlebt den nächsten Boom

Wenig überraschend gehören auch die Waffenhersteller zu den großen Profiteuren.

Unternehmen wie:

  • Lockheed Martin,
  • Boeing,
  • Northrop Grumman
  • oder BAE Systems

melden volle Auftragsbücher.

Denn Kriege haben einen Nebeneffekt:
Waffenlager müssen aufgefüllt werden, Staaten erhöhen ihre Verteidigungsetats und Milliarden fließen in Raketen, Drohnen und Luftabwehrsysteme.

Für die Branche ist jede neue geopolitische Krise ein gigantisches Konjunkturprogramm.

Selbst die Energiewende verdient mit

Ironischerweise profitieren inzwischen sogar Unternehmen aus dem Bereich erneuerbare Energien.

Die Angst vor neuen Öl- und Gasengpässen treibt die Nachfrage nach:

  • Solaranlagen,
  • Windkraft,
  • Wärmepumpen
  • und Elektroautos.

Die Folge:
Auch hier steigen Umsätze und Gewinne deutlich.

Der Krieg als Geschäftsmodell?

Der Konflikt zeigt einmal mehr eine unbequeme Wahrheit:
Kriege zerstören Existenzen, destabilisieren Regionen und treiben Verbraucherpreise nach oben – gleichzeitig schaffen sie aber auch gigantische Gewinner.

Während Bürger weltweit sparen müssen, profitieren:

  • Energiekonzerne,
  • Banken,
  • Rüstungsfirmen
  • und Teile der Finanzindustrie
    von genau jener Unsicherheit, die Millionen Menschen belastet.

Und genau deshalb stellt sich erneut die Frage:
Wie groß ist das tatsächliche Interesse mächtiger Wirtschaftsakteure an einer schnellen Deeskalation wirklich?

Bildnachweis:

PuppypawsAZ (CC0), Pixabay

von Autor: Red. TB
am: Freitag, 08.05.2026

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