US-Soldat wegen Insider-Wette auf Maduro-Festnahme angeklagt

US-Soldat wegen Insider-Wette auf Maduro-Festnahme angeklagt

Veröffentlicht

Freitag, 24.04.2026
von Red. TB

Ein US-Elitesoldat ist angeklagt worden, weil er offenbar mit geheimen Militärinformationen auf die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro gewettet und dabei über 400.000 Dollar gewonnen haben soll.

Nach Angaben des US-Justizministeriums soll der Soldat, der an der Operation zur Festnahme Maduros beteiligt war, auf einer Online-Plattform gezielt auf den Ausgang und Zeitpunkt des Einsatzes gesetzt haben – zu einem Zeitpunkt, als diese Informationen noch streng geheim waren.

Die Operation „Absolute Resolve“ führte Anfang Januar zur Festnahme Maduros in Caracas. Er wurde anschließend in die USA gebracht, wo ihm unter anderem Drogen- und Waffenvergehen vorgeworfen werden, die er bestreitet.

Die Ermittler werfen dem Soldaten vor, rund 33.000 Dollar eingesetzt und daraus mehr als 400.000 Dollar Gewinn erzielt zu haben. Grundlage der Wetten sollen interne, nicht öffentliche Informationen gewesen sein, zu denen er im Rahmen seiner militärischen Tätigkeit Zugang hatte.

Die Anklage umfasst unter anderem:

  • Missbrauch vertraulicher Regierungsinformationen
  • Betrug und unrechtmäßige Bereicherung
  • Insiderhandel

Die Behörden betonen, dass auch neue Plattformen wie sogenannte Prognosemärkte kein rechtsfreier Raum seien. Wer Zugang zu sensiblen Informationen habe, dürfe diese keinesfalls für persönliche Gewinne nutzen.

Auch die Plattform selbst meldete den Fall und arbeitete mit den Ermittlern zusammen. Man habe Hinweise auf Insiderhandel erkannt und den Fall an die Behörden weitergegeben.

Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die wachsende Bedeutung solcher Wettplattformen – und die Risiken, wenn Insiderwissen mit finanziellen Anreizen verknüpft wird.

Bildnachweis:

PuppypawsAZ (CC0), Pixabay

von Autor: Red. TB
am: Freitag, 24.04.2026

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