Hormus-Krise: Alle jammern über Kerosin – aber die Seeleute dürfen offenbar ruhig kaputtgehen

Hormus-Krise: Alle jammern über Kerosin – aber die Seeleute dürfen offenbar ruhig kaputtgehen

Veröffentlicht

Samstag, 11.04.2026
von Red. TB

Seit Wochen dreht sich in der Straße von Hormus alles um Öl, Tanker, Kerosin und Märkte.
Europa zittert vor Diesel- und Kerosinengpässen, Flughäfen warnen, Experten rechnen, Politiker beschwichtigen.

Aber über die über 20.000 Seeleute, die auf festsitzenden Schiffen im Krisengebiet ausharren, redet kaum jemand.

Und genau das ist der eigentliche Skandal.

Denn während Donald Trump und Benjamin Netanjahu mit ihrer Eskalationspolitik ganze Regionen ins Chaos stürzen, diskutiert der Westen lieber darüber, ob der Sommerflugplan hält – statt darüber, dass Menschen auf Tankern seit Wochen psychisch und körperlich an ihre Grenzen geraten.

  • Nervenzusammenbrüche an Bord
  • verweigerte Durchfahrten
  • Angst vor Minen, Angriffen und Eskalation
  • Probleme mit Wasser, Versorgung und Heimreise

Aber Hauptsache, das Kerosin kommt irgendwann wieder pünktlich.

Die bittere Wahrheit ist:
Für viele Regierungen, Konzerne und Märkte scheint ein Tanker wichtiger zu sein als die Crew darauf.

Solange das Schiff irgendwann wieder fährt, wird so getan, als sei alles halb so wild.

Dabei sind diese Seeleute keine Randnotiz der Lieferkette – sie sind Menschen, die in einem Krieg festsitzen, den sie nicht verursacht haben.

Fazit:

Die Hormus-Krise zeigt brutal, wie zynisch diese Welt geworden ist:
Öl first, Menschen second.

Oder noch direkter:

Über jeden Barrel wird gesprochen – über die Menschen auf den Schiffen erst, wenn einer zusammenbricht.

Bildnachweis:

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay

von Autor: Red. TB
am: Samstag, 11.04.2026

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