Staatsbesuch mit Schandfleck: Charles und Camilla können die Epstein-Opfer nicht länger weginszenieren

Staatsbesuch mit Schandfleck: Charles und Camilla können die Epstein-Opfer nicht länger weginszenieren

Veröffentlicht

Freitag, 10.04.2026
von Red. TB

Der kommende USA-Besuch von König Charles und Königin Camilla sollte eigentlich als glanzvoller Staatsakt verkauft werden: Händeschütteln mit Donald Trump, große Worte über die „besondere Beziehung“, royale Bilder für Kameras, geschniegelt, geschniegelt, geschniegelt.

Doch je näher der Termin rückt, desto deutlicher wird:
Dieser Besuch steht nicht nur unter dem Schatten von Trump, Krieg und diplomatischer Peinlichkeit – sondern vor allem unter dem Schatten von Jeffrey Epstein und Andrew Mountbatten-Windsor.

Und genau das ist der eigentliche Skandal.

Denn während die Monarchie sich wieder einmal geschniegelt in Staatskarossen setzen will, werden die Stimmen der Epstein-Überlebenden immer lauter. Sie fordern nicht Luxus, keine Show, keine Sonderbehandlung. Sie fordern das Mindeste:

Dass ihnen endlich zugehört wird.

Und wenn Charles und Camilla auch das verweigern, dann ist das nicht bloß unglücklich.
Dann ist es ein moralisches Armutszeugnis der Krone.

Die Monarchie will Glanz – die Opfer verlangen nur Respekt

Lisa Phillips, selbst Überlebende von Jeffrey Epstein, hat es öffentlich gemacht:
Es wurden Briefe geschickt. Treffen wurden angefragt. Die Opfer wollen nicht länger ignoriert werden.

Das ist eine direkte Konfrontation mit einer Wahrheit, die der Palast seit Jahren krampfhaft klein hält:

Andrew mag offiziell aus der ersten Reihe entfernt worden sein – aber die Schande ist nicht verschwunden.

Titel weg.
Öffentliche Aufgaben weg.
Imagepflege hochgefahren.

Und dann?
Nichts, was nach echter Aufarbeitung aussieht.

Statt Transparenz gab es Distanzierung.
Statt Verantwortung gab es Schadensbegrenzung.
Statt Klarheit gab es höfisches Wegducken.

Kurz gesagt:

Der Palast hat Andrew politisch entsorgt – aber die moralische Rechnung nie wirklich bezahlt.

Andrew aus dem Rampenlicht zu nehmen war keine Aufarbeitung – es war Krisenkosmetik

Ja, Buckingham Palace verweist gern darauf, wie hart man gegen Andrew vorgegangen sei. Titel weg, militärische Ehren weg, weniger Öffentlichkeit.

Das klingt nach Konsequenz.
In Wahrheit war es vor allem eines:

ein nobles PR-Manöver im Maßanzug.

Denn was wurde wirklich aufgearbeitet?

  • Wurden die Opfer ernsthaft einbezogen?
  • Wurde transparent kommuniziert?
  • Wurde der institutionelle Umgang mit dem Skandal offengelegt?
  • Wurde jemals glaubwürdig gezeigt, dass man mehr wollte als Ruhe im Karton?

Die Antwort ist offensichtlich.

Nein.

Was die Monarchie getan hat, war nicht mutig.
Sie hat nur das getan, was nötig war, um den Gestank aus dem Ballsaal zu bekommen.

Camilla redet über Opfer – jetzt müsste sie endlich handeln

Besonders heikel wird es bei Camilla.

Sie hat sich über Jahre als Stimme gegen Gewalt an Frauen inszeniert.
Sie spricht über Überlebende.
Sie spricht über das Nicht-Gehört-Werden.
Sie spricht über Solidarität.

Alles schön. Alles edel. Alles zitierfähig.

Aber irgendwann kippt jede gut gemeinte Rede in pure Heuchelei, wenn der entscheidende Moment kommt – und dann nichts passiert.

Wenn Camilla öffentlich sagt:

„Ihr seid nicht allein.“

… und dann den Epstein-Überlebenden beim USA-Besuch nicht einmal ein symbolisches Gespräch ermöglicht, dann bleibt von dieser Haltung nur noch Fassade übrig.

Dann wäre die Botschaft brutal klar:

Solidarität ja – solange sie nicht unbequem wird.

Der Palast versteckt sich wieder hinter juristischen Ausreden

Natürlich heißt es schon jetzt, ein Treffen sei „sehr unwahrscheinlich“.
Begründung: laufende rechtliche Prozesse, mögliche Auswirkungen, juristische Sensibilität.

Das klingt staatsmännisch.
Ist aber vor allem praktisch.

Denn man könnte problemlos:

  • zuhören
  • Anteilnahme zeigen
  • Opfer ernst nehmen
  • ein Zeichen setzen

ohne sich zu konkreten juristischen Details über Andrew zu äußern.

Sogar US-Abgeordnete weisen genau darauf hin.

Wenn also selbst ein solches, vorsichtig formuliertes Zeichen nicht gewollt ist, dann ist die Wahrheit ziemlich unerquicklich:

Der Palast hat weniger Angst vor juristischen Risiken als vor moralischer Ehrlichkeit.

Ein Staatsbesuch bei Trump – und die Krone tut so, als könne man den Dreck mit Silberbesteck überdecken

Man muss sich die Absurdität dieses Besuchs mal auf der Zunge zergehen lassen:

  • Gastgeber: Donald Trump
  • Umfeld: Iran-Krieg, brüchige Waffenruhe, globale Spannungen
  • Hintergrund: Trumps verbale Entgleisungen gegenüber Verbündeten
  • Zusatzproblem: Epstein-Opfer fordern Gehör wegen Andrews Verstrickung

Und in dieser Lage soll die Welt ernsthaft glauben, es gehe um edle Diplomatie und royale Würde?

Nein.
Es geht vor allem um Inszenierung.
Und diese Inszenierung wird immer hässlicher.

Denn während drinnen Gläser klingen, stehen draußen Menschen, deren Leben durch ein Netzwerk aus Macht, Missbrauch und Schweigen zerstört wurde – und die wissen wollen, ob die Krone wenigstens den Anstand besitzt, ihnen zuzuhören.

Wenn die Antwort darauf nein lautet, dann ist das Protokoll nur noch eine teure Kulisse für moralische Feigheit.

Die Opfer werden den Palast verfolgen – zu Recht

Selbst wenn es kein Treffen gibt:
Das Thema wird diesen Staatsbesuch begleiten.

  • in Interviews
  • in Schlagzeilen
  • in TV-Beiträgen
  • in Kommentaren
  • in jeder Debatte über die Legitimität dieser Reise

Und das ist auch richtig so.

Denn die Monarchie hat sich viel zu lange darauf verlassen, dass Zeit, Distanz und höfische Rituale jeden Skandal irgendwann weichzeichnen.

Aber Epstein ist kein alter Boulevard-Schmutz, den man mit Schweigen aussitzen kann.
Und Andrew ist kein bedauerlicher Betriebsunfall der Krone.

Er ist ein bleibender Makel.

Und jeder Auftritt von Charles, der so tut, als ließe sich das einfach überstrahlen, macht diesen Makel sichtbarer.

Fazit

Wenn Charles und Camilla in die USA reisen, um über Werte, Partnerschaft und Verantwortung zu sprechen, während sie gleichzeitig den Epstein-Überlebenden ausweichen, dann entlarvt sich die Monarchie selbst.

Dann bleibt von all dem Gerede über Würde, Mitgefühl und Pflicht vor allem eines übrig:

eine Institution, die bei den Opfern warme Worte findet – aber kalte Distanz, sobald es ernst wird.

Die harte Wahrheit:

Der Palast kann Orden verteilen, Titel entziehen und Bankette veranstalten.
Aber solange Charles und Camilla den Epstein-Überlebenden nicht ins Gesicht schauen, bleibt über dieser Reise ein Stempel stehen: Heuchelei.

Oder noch härter:

Wer mit Trump anstößt, aber den Opfern von Epstein ausweicht, hat kein Protokollproblem – sondern ein Gewissensproblem.

Bildnachweis:

ELG21 (CC0), Pixabay

von Autor: Red. TB
am: Freitag, 10.04.2026

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