Sarkozy, der Atompräsident

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hat zum Auftakt einer viertägigen Asienreise einen unbegrenzten Zugang Indiens zur Atomenergie gefordert.
Bei einer Rede in der südindischen Technologie-Metropole Bangalore nannte es Sarkozy am Samstag widersprüchlich, von dem Land umweltfreundliche Industrien zu verlangen, aber seinen Zugang zur zivilen Nutzung der Kernkraft zu beschneiden. Frankreich sei zu unbegrenzter Kooperation bereit, bekräftigte der Staatschef. Hintergrund von Sarkozys Forderungen ist das große Interesse der französischen Atomindustrie an Aufträgen aus Indien. Der Konzern Areva würde in dem energiehungrigen Schwellenland gerne mehrere moderne Druckwasserreaktoren (EPR) bauen. Derzeit verfügt Indien über knapp 20 Atommeiler.

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