MDR berichtet zum Atommüll-Transport

Der Atommüll-Transport vom französischen Cadarache ins atomare Zwischenlager Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern hat am Donnerstagmorgen Sachsen-Anhalt erreicht.
Wie ein Sprecher der Bundespolizei mitteilte, überquerte der Zug mit den vier Castor-Behältern gegen 0:45 Uhr die Landesgrenze zwischen Thüringen und Sachsen-Anhalt bei Bad Kösen.

Von dort aus ging die Fahrt über Naumburg und Weißenfels bis nach Halle. Dort musste der Zug wegen einer defekten Weiche einen halbstündigen Stopp einlegen. Gegen 4:40 Uhr traf der Transport in Magdeburg ein. Dort wird er nach Angaben der Bundespolizei etwa eine Stunde stehen. Dabei soll das Personal ausgewechselt und der Zug überprüft werden. Zuvor soll die Polizei am Bahnhof Buckau eine Sitzblockade aufgelöst und fünf Personen, darunter einen Magdeburger Stadtrat, in Gewahrsam genommen haben.
Der von Tausenden Polizisten abgeschirmte Zug war bis dahin weitgehend störungsfrei durch das Saarland, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Hessen und Thüringen gerollt. Wie die Bundespolizei mitteilte, war es lediglich nahe Erfurt in der Nacht zu einem kleineren Handgemenge zwischen Castor-Gegnern und der Polizei gekommen. Wie die Polizei in Gotha meldete, hatten in Ingersleben cirka 50 Menschen gegen den Transport demonstriert. Nach Angaben der Bundespolizei gelangten etwa 15 von ihnen in die Nähe der Gleise. Sie seien jedoch von den Beamten abgedrängt worden. Der Zug habe sein Tempo auf 30 Stundenkilometer gedrosselt. Einen Stopp, wie von Atomkraftgegnern berichtet, habe es aber nicht gegeben.

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