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Leitl: Wirtschaftspaket trägt den Gedanken von Entbürokratisierung und zeitgemäßer Ausbildung Rechnung!


Wesentliche Forderungen der Wirtschaft kommen in Umsetzung: Zeitgemäße unbürokratische Regelungen, Lehrlingspaket und Genehmigungsfreistellungsverordnung

Wien (OTS) „Mit den Maßnahmen der nun beschlossenen Standortoffensive kommen wesentliche Forderungen der Wirtschaft in Umsetzung. Das Ziel, durch die Entschärfung des Kumulationsprinzips (Mehrfachstrafen) und der Verankerung des Grundsatzes ´beraten statt strafen´, zu einem insgesamt partnerschaftlicheren Umgang der Verwaltung mit den Betrieben zu kommen, ist zu begrüßen. Das Lehrlingspaket, mit wesentlichen Adaptierungen im Sinne einer modernen Lehre und ihrer Inhalte, sowie die Erweiterungen bei der Genehmigungsfreistellungsverordnung sind richtungsweisende Maßnahmen für einen modernen Wirtschaftsstandort, der Bedacht auf zeitgemäße, unbürokratische Regelungen und eine Fachkräfteausbildung am Puls der Zeit legt“, betonte heute, Mittwoch, Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).  „Diese Offensive wird das Vertrauen der Unternehmen in einen attraktiven Standort stärken und ist von der WKÖ ausdrücklich zu begrüßen“, so Leitl.

 Immer wieder hat die Wirtschaft in der Vergangenheit darauf verwiesen, dass übertriebene Verwaltungsstrafen das Unternehmertum erschweren und die Existenz von Betrieben gefährden. „Die Abschaffung des Kumulationsprinzips und die Umsetzung des Prinzips ´beraten statt strafen´ sind langjährige und prioritäre Forderungen der Wirtschaft und es freut uns sehr, dass die Regierung eine rasche Umsetzung anstrebt“, begrüßt Leitl die im Ministerratsvortrag angekündigten Maßnahmen. Das Kumulationsprinzip führt zu unverhältnismäßig hohen Strafen für Unternehmen. Für einen modernen Wirtschaftsstandort ist es entscheidend diese Situation nachhaltig zu verbessern, damit Mehrfachbestrafungen bald der Vergangenheit angehören. Die Abschaffung des Kumulationsprinzips im Verwaltungsstrafgesetz ist daher dringend notwendig.

 Die Umsetzung des Prinzips ‚beraten statt strafen´ soll in Zukunft dazu führen, dass geringfügige Verwaltungsübertretungen nicht ausnahmslos mit Verwaltungsstrafen sanktioniert werden. Betriebe sollen vielmehr eine Beratung der Behörde erhalten. „Dies wird dazu beitragen, gesetzeskonformes Verhalten von Unternehmen zu fördern. Wichtig ist eine Umsetzung des Prinzips ´beraten statt strafen´ in allen Materiengesetzen“, so Leitl.

Auch die geplante Streichung von unnötigen Beauftragten ist ein weiterer Schritt um Unternehmen von überbordenden bürokratischen Verpflichtungen zu befreien.

 Lehrberufspaket: Stetig wandelnde Erfordernisse der Wirtschaft abbilden

 Als „sehr wesentlich“ erachtet die Wirtschaft das ebenfalls in Begutachtung geschickte Lehrlingspaket. Denn nur die regelmäßige Anpassung der Lehrinhalte zusammen mit dem Angebot neuer Lehrberufe, die die sich stetig wandelnden Erfordernisse der Wirtschaft abbilden, garantiert, dass die Lehre modern bleibt. „Die Digitalisierung betrifft unsere Wirtschaft in einem immensen Ausmaß. Gleichzeitig haben wir große Pläne, was die duale Ausbildung anlangt. Jeder Jugendliche soll bis zum 19. Lebensjahr über einen Schulabschluss wie einen Berufsabschluss verfügen. Lehre und Matura sollen eine erfolgreiche Kombination werden“, so WKÖ-Präsident Leitl. Konkret werden nun u.a. mit dem E-Commerce-Kaufmann sechs neue Lehrberufe geschaffen, Novellierungen etwa bei den Rauchfangkehrern oder den Polsterern vorgenommen, bei Steinmetzen und Zahntechnik mit der Steinmetztechnik und der zahntechnischen Fachassistenz zwei neue Varianten geschaffen und bei Metalltechnik und Elektrotechnik neue Kombinationsmöglichkeiten umgesetzt.

 Genehmigungsfreistellungsverordnung: kleine Unternehmen profitieren!

Ebenfalls sehr positiv bewertet die WKÖ die Befreiung von KMU aus der anlagenrechtlichen Genehmigungspflicht. Schon vor drei Jahren wurden zahlreiche Dienstleistungs-, Büro- und Handelsbetriebe vom Erfordernis einer Bewilligung befreit. Die erste Freistellungsverordnung setzte aber nur einen Teil der WKÖ-Vorschläge um. „Da sich die Verordnung in den vergangenen Jahren sehr gut bewährt hat, vervollständigt das Wirtschaftsministerium nunmehr die Liste der deregulierten Anlagen. Das ist eine gute Nachricht, denn jeder betroffene Betriebsinhaber erspart sich damit pro Verfahren Genehmigungskosten in Höhe von rund 2.500 Euro“, so Leitl. Gleichzeitig fallen, laut Berechnungen der Experten in der Verwaltung Kosten von 3.000 Euro pro vermiedenem Verfahren weg.  Profitieren werden von dieser Neuregelung alle Unternehmen, da Behördenkapazitäten frei werden und dadurch alle anderen Verfahren schneller abgewickelt werden können.

 Kritik am Staatsziel Wirtschaftsstandort nicht nachvollziehbar

 Als „wenig nachvollziehbar“ wertet die Wirtschaft die Ablehnung des neuen Staatsziels „attraktiver Wirtschaftsstandort“ durch Grüne und Umwelt-NGOs.  Im Hinblick auf die Vielzahl bereits bestehender Staatsziele – vom Umweltschutz bis zum Tierschutz –   ist nicht einzusehen, warum gerade die Verankerung des breit anerkannten Ziels einer prosperierenden Wirtschaft nachteilig sein sollte. 

 „Insgesamt sind dies gute und erfreuliche Nachrichten, die die heimischen Unternehmen heute erhalten.  Und es ist insgesamt ein sehr positives Signal, dass die Bundesregierung daran geht ihr Arbeitsprogramm konsequent in Umsetzung zu bringen. Für einen erfolgreichen heimischen Standort 4.0. gilt es in allen Bereichen, wie auch dem steuerlichen Bereich, die Rahmenbedingungen anzupassen und neue Akzente zu setzen“, so Leitl abschließend. (PWK154/us)

Rückfragen & Kontakt:

Stabsabteilung Presse
Mag. Sabine Radl
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1 Comment

  1. TimothyPa

    Die Formulierung uns Journalisten” halte ich für nicht ganz passend, weil das der Blick auf eine zeitgemäße Realität von außen ist, die innerhalb der Verwaltung so nicht vorherrscht. In den Kommunen wird die Pressearbeit oft fälschlicherweise an der Mainstream-Presse orientiert, mit der die Pressestelle vertrauensvoll zusammenarbeitet. Eine kritische Presseanfrage wird, so Martin Lehrer vom Städte- und Gemeindebund, gern mal übersehen. Meines Erachtens beruht die o.g. Erfahrung in Gelsenkirchen auf der von Martin Lehrer erkannten, fehlenden Bereitschaft der Verwaltung zu kommunizieren. Das kann mit den Krisen in der letzten Zeit zusammenhängen (HSH, Jugendamt, Gelsendienste), die allesamt Berührungspunkte im Bereich der (strukturellen) Korruption aufweisen. Mir scheint, es mangelt in Gelsenkirchen bei Oberbürgermeister, Beigeordneten und Pressestelle grundsätzlich an einem modernen Krisenmanagement. Die Versuche, die als Totschweigen von Kritik wahrgenommen werden, gelten in Fachkreisen als old school und nicht mehr zeitgemäße Reaktion auf Krisensituationen. Die Vorgehensweisen lassen darauf schließen, dass die Stadt Gelsenkirchen insgesamt konzeptionell so weitermachen möchte, wie bisher, um einen gewissen Bestand an Kontinuität im Verwaltungshandeln zu bewahren und zu zementieren.

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