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GLOBAL 2000 Grüntee-Test: Glyphosat in allen konventionellen Grüntees


Umstrittenes Pestizid in allen konventionellen Grüntees gefunden – Alle Bio-Grüntees frei von Glyphosat

Wien (OTS)

Nach den alarmierenden Ergebnissen des großen GLOBAL 2000 Schwarztee-Tests hat die Umweltschutzorganisation gemeinsam mit der AK Niederösterreich nun auch 15 Grüntees auf Pestizid-Rückstände untersucht und findet auch hier Beunruhigendes:

Wie schon beim Schwarztee war auch bei den Grüntees kein einziger Tee völlig frei von Pestizidrückständen. Die höchsten Rückstandsmengen stammen von dem Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat – auf allen 9 untersuchten konventionellen Grüntees war das umstrittene Mittel zu finden. 

Dr. Waltraud Novak, Pestizid-Expertin bei GLOBAL 2000, erklärt: „Das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat, das von der IARC, der Krebsforschungsagentur der WHO, als wahrscheinlich krebserregend eingestuft ist, wird in letzter Zeit in den verschiedensten Lebensmitteln wie Mehl, Brot und sogar Bier nachgewiesen. Unser Test zeigt, dass selbst Grüntee, der als besonders gesund und wohltuend gilt, mit Rückständen des Pestizids belastet ist. Auch bei unserem Schwarztee-Test haben wir Glyphosat auf über 90% der konventionellen Tees gefunden. Die nachgewiesenen Mengen sind zwar keine akute Gesundheitsgefährdung für die KonsumentInnen, doch die ständig steigende Präsenz dieses Giftes, sogar in Grundnahrungsmitteln, sollte die Politik zum Handeln aufrufen“.

Löchriges EU-Zulassungsverfahren für Pestizide

Novak führt weiter aus: „Der Nachweis von Glyphosat in Lebensmitteln ist schwierig und teuer, deshalb wird bei Routinekontrollen auf Pestizid-Rückstände dieser Wirkstoff meist gar nicht überprüft. Unser Tee-Test zeigt jedoch, dass selbst ein in mehreren Schritten verarbeitetes Produkt wie Tee sogar nach der Trocknung und Fermentierung noch Rückstände aufweist. Die in der Tee-Plantage versprühten Mengen von Glyphosat müssen also immens sein und können sehr wohl eine Gefährdung für die ArbeiterInnen darstellen“.

Auch die weiteren Ergebnisse des Grüntee-Tests weisen auf die problematischen Produktionsbedingungen hin: Auf einzelnen Tees wurden bis zu 15 verschiedene Wirkstoffe gefunden, darunter 9 Pestizide, die in der EU gar nicht mehr zugelassen sind – meist aus gesundheitlichen Bedenken, aber auch aus Gründen des Umweltschutzes. Diese Verbote gelten aber nicht für importierte Lebensmittel: So lange der gesetzliche Höchstwert für Pestizid-Rückstände eingehalten wird, ist das Produkt in der EU verkehrsfähig. Dieser Höchstwert ist jedoch für einige Wirkstoffe bei Tee bis zu 300-mal höher als bei vergleichbaren Produkten wie Kräutertee, Kaffee oder Kakao.

Pestizid-Cocktails: Die unbekannte Gefahr?

Die nachgewiesenen Pestizid-Rückstände sind zwar aufgrund des Verarbeitungsgrades von Tee niedriger als zum Beispiel bei Gemüse und eine akute Gesundheitsgefährdung besteht auch wegen der geringen Verzehrsmenge nicht. Ein Großteil der gefundenen Wirkstoffe steht jedoch im Verdacht, hormonell wirksam zu sein. Diese Substanzen können schon in geringsten Dosen in den Hormon-Haushalt des Körpers eingreifen. Außerdem sind die Auswirkungen von Pestizid-Gemischen bisher noch wenig erforscht und auch nicht gesetzlich geregelt.

Alle Bio-Grüntees frei von Glyphosat-Rückständen

Novak abschließend zu den Ergebnissen: „Grundsätzlich haben Pestizide in der Nahrung nichts verloren. Es zeigte sich wieder, dass nur biologische Lebensmittel sicher sind. Alle 6 getesteten Bio-Grüntees waren frei von Glyphosat“.

GLOBAL 2000 und die AK NÖ fordern gemeinsam:

* Die EU ist gefordert, die Pestizid-Höchstwerte bei Grün- und Schwarztee auf ein sicheres, Vorsorge-orientiertes Niveau zu senken, um sowohl die Gesundheit der europäischen KonsumentInnen als auch die der ArbeiterInnen auf den Tee-Plantagen zu schützen. 

* Das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat darf aufgrund seiner IARC-Einstufung als „wahrscheinlich beim Menschen krebserregend“ nicht weiter in der EU zugelassen werden.

Die europäische Bürgerinitiative gegen Glyphosat verlangt neben dem Verbot von Glyphosat auch Transparenz und Unabhängigkeit im Zulassungsverfahren für Pestizide sowie verbindliche Reduktionsziele für den Pestizideinsatz in der EU. Teilnahme: https://www.global2000.at/stop-glyphosat oder auf www.stopglyphosate.org

Der GLOBAL 2000 Tee-Test: Grüntee-Report: https://www.global2000.at/sites/global/files/Report_Gruenteetest.pdf

Grüntee-Test Ergebnistabelle: https://www.global2000.at/sites/global/files/Egebnisstabelle_Gruenteetest.pdf

Grüntee-Test: Pestizide und ihre Wirkung auf den Menschen:
https://www.global2000.at/sites/global/files/Gruentee_Pestizide_Wirkung_Mensch.pdf

Grüntee-Test: Pestizide und ihre Wirkung auf die Umwelt:
https://www.global2000.at/sites/global/files/Gruentee_Pestizide_Wirkung_Umwelt.pdf

 

 

Der GLOBAL 2000 Schwarztee-Report https://www.global2000.at/tee-test

  

Dieser Test wurde im Rahmen des Projekts „Supply Cha!nge“ durchgeführt. Weitere Infomationen finden Sie hier: http://www.supplychainge.org/

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Waltraud Novak, GLOBAL 2000 Pestizid-Expertin, waltraud.novak@global2000.at +43 699 14 2000 29

Michael Lachsteiner, GLOBAL 2000 Pressesprecher, michael.lachsteiner@global2000.at +43 699 14 2000 20



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1 Comment

  1. Roberta

    Wenn man sich die Glyphosatstudie mit dem Grüntee genauer anschaut, kann man sehen, dass bereits eine Tasse Grüntee, also ca. 200ml, bis zu 800ng Glyphosat enthält. Klingt wenig, ist es aber nicht, wenn man weiß, dass nur 40ng/200ml Glyphosat im Trinkwasser erlaubt sind. 


    Das ist vor allem alarmierend, wenn man weiß, dass die 250 Ärzte und Vertreter des 119. Deutschen Ärztetages sich bereits 2016 für ein Totalverbot von Glyphosat ausgesprochen haben, da es für Glyphosat, das

    …DNA- und chromosomale Defekte in menschlichen Zellen verursacht… nach aktuellem wissenschaftlichen Forschungsstand keinen unschädlichen Wert gibt – nachzulesen in dieser Presseerklärung:

    http://www.presseportal.de/pm/9062/3337906



    Auch diese fast 100 wissenschaftlichen Studien beweisen, dass Glyphosat, DNA-, Darmbakterien-, Nieren- und Leber und Zellen schädigt, Hormone beeinflusst sowie Autoimmunkrankheiten fördert:

    http://www.umweltinstitut.org/images/gen/aktionen/Roundup/Studien-Glyphosat.pdf

    Wer die hohen Glyphosatrückstände allein im Grüntee kennt, wundert sich auch nicht mehr, dass bereits 4,2ng/ml Glyphosat im Urin von Kleinkindern bis 9 Jahren gefunden wurde, wie eine deutschlandweite Studie mit 2000 Deutschen ergab, die hier nachzulesen ist:

    https://www.boell.de/de/2016/03/04/glyphosat-untersuchung-75-prozent-der-deutschen-deutlich-belastet



    In dieser ZDF WISO Sendung wird erklärt, dass selbst Neugeborene, die nur Muttermilch erhalten hatten, bereits Glyposat im Urin haben:

    https://youtu.be/SnBSJ-ockjI?t=2m57s

    Wer das harmlos findet, sollte sich mal diese Studien anschauen, die die gefährlichen Folgen von Glyphosat auf schwangere Menschen und Tiere und ihre Babys haben:


    http://www.agrarkoordination.de/projekte/roundup-co/glyphosat-infos/gesundheits-risiken/


    Die Verharmlosung von Glyphost und der Folgen durch die Glyphosathersteller BAYER, BASF, Syngenta, DuPont, Dow Chemical ist kein Wunder, denn die verdienen jedes Jahr Milliarden Euro mit Pestiziden – und weitere hunderte Milliarden Euro mit Medikamenten gegen die in Studien belegten gesundheitlichen Folgen von Glyphosat.

    Wer wissen will, welche Rollen die Behörden dabei spielen, dem empfehle ich diese ARD Reportage:

    http://www.ardmediathek.de/tv/FAKT/Glyphosat-Gremium-unter-Industrieeinflus/Das-Erste/Video?bcastId=310854&documentId=35696344

    Und diesen ZDF Frontal21 Bericht:

    
https://www.youtube.com/watch?v=GdZ4b_5cDRQ

    Denn unsere Krankheiten sind ein Multi Billionen Dollar Geschäft für die Pharmakonzerne Bayer, BASF, Syngenta, Dow Chemical, DuPont….

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