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Equal Pension Day – Kostelka: „Und wieder ist ein Jahr tatenlos verstrichen. Altersarmut droht.“


Der Pensionistenverband fordert ein neues Pensionsberechnungsmodell mit einer stärkeren Berücksichtigung von Pflege- und Kinderbetreuungszeiten!

Wien (OTS) „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit! Das ist auf lange Sicht die nachhaltigste Lösung, um die klaffende Pensionsschere zwischen Männern und Frauen endlich zu schließen! Zusätzlich brauchen wir aber auch Maßnahmen mit Sofort-Wirkung!“, betont Dr. Peter Kostelka, Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ) anlässlich des „Equal Pension Day“, der heuer auf den 1. August fällt. Dieser Tag markiert jenen Tag, an dem Männer im Schnitt bereits so viel Pension erhalten haben, wie Frauen im ganzen Jahr erhalten werden.

Kostelka präzisiert: „Das heißt: Wir brauchen rasch ein neues Pensionsberechnungsmodell, welches Frauen für die fast immer unbezahlte, für unsere Gesellschaft aber sehr wertvolle Betreuung von Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen nicht länger bestraft. In unserem Modell treten wir daher für eine gerechte Anerkennung von Kinderbetreuungszeiten ein – volle vier Jahre für jedes Kind. Wir sind auch dafür, dass das „Burgenländische Modell“ – die Anstellung von pflegenden Angehörigen – auf ganz Österreich ausgeweitet wird. Fast die Hälfte der pflegebedürftigen Menschen wird zu Hause betreut. Diese Arbeit ist immer noch ‚Frauensache‘. 73 Prozent der Personen, die zu Hause pflegebedürftige Angehörige betreuen, sind weiblich. Wären sie durch eine Anstellung beim Land sozialrechtlich und mit Pensionsansprüchen abgesichert, gäbe es eine Verbesserung in gleich zwei problematischen Bereichen: in der Pflege und in der Berechnung der Pension. Und wir fordern darüber hinaus, dass die zehn Jahre mit dem geringsten Verdienst – das sind meist jene, in denen nur Teilzeit gearbeitet wurde – für die Pensions-Berechnung nicht berücksichtigt werden.“

Der PVÖ-Präsident weist auch darauf hin, dass sich die Kluft zwischen Männer- und Frauenpensionen Jahr für Jahr nur um Millimeter verringert. Im Vergleich zum Vorjahr waren es im Österreich-Schnitt zwei Tage, in den Jahren davor jeweils ein Tag an dem sich der Equal Pension Day nach hinten verschoben hat.

Geht der ‚Fortschritt‘ in diesem Tempo weiter, wird es noch weit über 100 Jahre dauern, bis eine Angleichung der Pensionen von Männern und Frauen erreicht ist. Deshalb braucht es jetzt die rasche Umsetzung von längst überfälligen Maßnahmen, für die der Pensionistenverband schon seit einigen Jahren eintritt. Die Anstellung von pflegenden Angehörigen ist im Burgenland bereits in der Praxis erprobt und könnte sofort österreichweit umgesetzt werden. Kostelka abschließend: „Das ist ein sofort wirksamer erster Schritt. Ich appelliere an die Länder, ihn zu setzen. Weitere Schritte zur besseren Pensionsberechnung müssen rasch folgen. Damit nicht wieder ein Jahr verstreicht in dem sich die Situation für Frauen, denen Altersarmut droht, nur kaum verbessert.“ (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Pensionistenverband Österreichs
Heinz Haubenwallner
t: +436642309505
m: heinz.haubenwallner@pvoe.at



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