Dr. Wieland Schmid-Schmidsfelden-wehrt sich gegen Konkurseröffnung über sein Vermögen

Der bekannte Wiener Wirtschaftsanwalt Dr. Wieland Schmid-Schmidsfelden will gegen das über sein Vermögen eröffnete Konkursverfahren vorgehen. Ein Gläubiger hatte in der vergangenen Woche einen Insolvenzantrag gegen den früheren Partner von DLA Piper und CMS Reich-Rohrig Hainz gestellt (4 S 119/16a).

Betroffen ist das Privatvermögen des 57-Jährigen, die von ihm im vergangenen Jahr gegründete Kanzlei SSR dagegen bleibt seinen Angaben zufolge außen vor. Schmid-Schmidsfelden ist sich sicher, dass das Verfahren insgesamt in Kürze für nichtig erklärt wird. „Wir werden morgen Rekurs beim Oberlandesgericht Wien einbringen, um die Sache zu beenden“, so der Anwalt gegenüber JUVE.

Nach Auffassung Schmid-Schmidsfeldens und seines Anwaltes – eines der Top-Insolvenzrechtsexperten Österreichs – sei das Konkursverfahren vom Wiener Handelsgericht ohne vorherige Anhörung der Beteiligten eröffnet und eine Tagsatzung nicht anberaumt worden, so dass das Verfahren von Anfang an nichtig sei. Schmid-Schmidsfelden wittert dahinter einen „Komplott“ gegen ihn.

Allerorten heißt es „kein Kommentar“

Der zuständige Insolvenzrichter am Handelsgericht Wien, Dr. Rudolf Winter, wollte sich zu den Vorwürfen des früheren Großkanzlei-Partners nicht äußern. Er wies JUVE darauf hin, dass das Verfahren in diesem Stadium lediglich „parteiöffentlich und nicht volksöffentlich“ sei.

Wie sensibel das Verfahren gegen Schmid-Schmidsfelden ist, lässt sich auch daran erkennen, dass in die Causa die wichtigsten Insolvenzrechtler Österreichs eingebunden sind, und die Fachszene höchst verschlossen reagiert. So zeigte die ursprünglich vom Gericht als Verwalterin eingesetzte Dr. Ulla Reisch (Urbanek Lind Schmied Reisch) – die bekannteste Insolvenzverwalterin des Landes – noch am Tag der Verfahrenseröffnung ihre eigene Befangenheit an und lehnte das Mandat ab.

Statt Reisch wurde dann Dr. Stephan Riel von der Insolvenzkanzlei Jaksch Schoeller Riel zum Verwalter bestellt. Der 48-Jährige verantwortet als Masseverwalter von Alpine auch die größte Insolvenz Österreichs der vergangenen Jahre. Auch er wollte sich JUVE gegenüber zum Verfahren nicht äußern, genauso wie mehrere andere Insolvenzexperten, die sich „aus bestimmten Gründen“ jeder Äußerung enthalten müssten.

Schmid-Schmidsfelden gehört zu den bekanntesten Wirtschaftsanwälten Österreichs. So war er wesentlicher Teil des Teams, das 2003 die Traditionskanzlei Weiss-Tessbach in den DLA-Verbund führte, heute eine der größten Sozietäten der Welt. Schlagzeilen macht er auch sieben Jahre später, als er unter anderem zusammen mit dem früheren Weiss-Tessbach-Managing-Partner Dr. Stefan Eder DLA Piper den Rücken kehrte. Bis zum vergangenen Jahr war Schmid-Schmidsfelden für CMS Reich-Rohrwig tätig, wo er unter anderem die Fimbag beim Verkauf des Südosteuropa-Geschäfts der früheren Hypo Alpe-Adria an Advent beraten hatte. (Jörn Poppelbaum)

Quelle:JUVE

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