Select your Top Menu from wp menus
Für Menschen, die mehr wissen wollen

Alles aufgebraucht! – Und was jetzt?


Der 29. Juli markiert heuer den Earth Overshoot Day

Wien (OTS) Der 29. Juli markiert heuer den Earth Overshoot Day. Ab diesem Tag werden weltweit mehr Ressourcen aufgebraucht, als die Erde innerhalb eines Jahres wiederherstellen und damit nachhaltig zur Verfügung stellen kann. Auf Österreich bezogen wurde diese Marke bereits am 7. April erreicht!

„Es ist äußerst alarmierend, dass sich der Overshoot Day kontinuierlich weiter nach vorne verschiebt. Vor 20 Jahren lag er noch Ende September! Wir haben die regenerierbaren Ressourcen immer früher aufgebraucht, knabbern also kontinuierlich an unserer Lebensgrundlage!“, zeigt sich Martina Prechtl-Grundnig, Geschäftsführerin des Dachverbandes Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ), besorgt.

Alles aufgebraucht – aber was dann?

Den größten Anteil am bewerteten ökologischen Fußabdruck haben mit über 60% die CO2-Emissionen. Eine Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energieträger hat also höchste Priorität.

„Wie eine Trendumkehr ohne Rückwärtsbewegung zu schaffen ist, ist weitgehend bekannt! Da braucht es nicht erst großartige Forschung oder technologische Meilensteine, es braucht vor allem politisches Handeln auf allen Ebenen!“, betont Prechtl-Grundnig.

Dazu müssen Bund und Länder an einem Strang ziehen! Die kürzlich präsentierte Studie „Klima- und Energiestrategien der Bundesländer“ der Österreichischen Energieagentur, welche die Klima- und Erneuerbaren-Ziele der Länder und deren Maßnahmen genauer unter die Lupe nahm, machte den massiven Handlungsbedarf der Bundesländer deutlich. Der EEÖ fordert daher, dass sich auch die Bundesländer zum Ziel der Klimaneutralität bis 2040 aus dem Regierungsübereinkommen bekennen und konkret danach ausrichten. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Energiewende.

„Nachdem im Nationalrat Anfang Juli das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz beschlossen wurde, liegt der Ball nun bei den Ländern. Sie müssen die Weichen stellen, dass die erforderlichen Projekte für 100% erneuerbaren Strom bis 2030 auch realisiert werden können! In den Ländern sind diese nämlich zu verorten und zu genehmigen. Zum 100%-Ziel haben alle nach ihren Möglichkeiten beizutragen. Das heißt auch, dass in manchen Bundesländern mehr als 100% des jeweiligen Verbrauches aus Ökostromanlagen kommen muss“, so Prechtl-Grundnig.

Auch der Ausstiegspfad aus fossiler Energie im Wärmebereich ist in den Ländern nun konkret zu machen und auch rechtlich zu verankern. Etwa bei den bevorstehenden Baurechtsnovellen in der Steiermark und in Oberösterreich.

Der EEÖ erwartet sich, dass ALLE politischen Ebenen einen Paradigmenwechsel deutlich machen, mit dem der Klimaschutz als Leitziel bei allen Entscheidungen und Handlungen verankert wird und die Energiewende dementsprechend vorangetrieben wird. „Es gilt die menschliche Existenz auf diesem Planeten abzusichern! Es geht nicht um Rückschritt oder Spaßbremse, sondern um einen großen Fortschritt, welcher der industriellen Revolution gleichkommt. Ein Fortschritt welcher schlussendlich die nachhaltige Absicherung unserer Lebens- und Wirtschaftsgrundlage bringt und Lebensqualität sichert. Wir haben alles Notwendige in den Händen, um diesen Prozess rasch vorwärtszutreiben – es braucht nicht erst weiteren technologischen Fortschritt, sondern politischen Willen und Handeln! Es gilt keine Zeit zu verlieren. Der Overshoot Day muss sich rasch wieder in Richtung Jahresende bewegen!“, so Prechtl-Grundnig abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Erneuerbare Energie Österreich
DI Martina Prechtl-Grundnig
Geschäftsführerin
Tel.: +43 (0)1 25 32 113
Mobil: +43 (0) 664 146 53 33
martina.prechtl@erneuerbare-energie.at
www.erneuerbare-energie.at



Quelle

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at

(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender.

Related posts

Leave a Reply

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.