Die Zukunft des Krieges ist offenbar angekommen – und sie spielt derzeit noch mit bunten Kinderbausteinen.
In einer Lagerhalle in Kalifornien arbeitet das humanoide Robotermodell „Phantom“ fleißig an seinen militärischen Fähigkeiten. Wobei „militärische Fähigkeiten“ aktuell bedeutet, rote, blaue und gelbe Bauklötze von links nach rechts zu schieben.
Man könnte sagen: Der Weg vom Kindergarten zum Schlachtfeld ist kürzer geworden.
Der Soldat von morgen braucht noch Nachhilfe
Firmenchef Sankaet Pathak sieht bereits Hunderttausende seiner Roboter auf zukünftigen Schlachtfeldern marschieren. Kritiker weisen allerdings darauf hin, dass der aktuelle Prototyp noch nicht einmal alleine wieder aufstehen kann, wenn er umfällt.
Einige Militärstrategen nennen das einen Nachteil.
Andere nennen es eine realistische Darstellung moderner Bürokratie.
Das Superhirn mit Akku-Problemen
Der Roboter wird von einer hochmodernen Künstlichen Intelligenz gesteuert. Diese analysiert die Umgebung, entwickelt Strategien und trifft Entscheidungen.
Allerdings nur so lange, bis der Akku leer ist.
Die nächste Generation soll immerhin sechs Stunden durchhalten. Das entspricht ungefähr der Konzentrationsspanne eines durchschnittlichen Politikers während einer Haushaltsdebatte.
Die große Angst der Menschheit
Besonders beruhigend: Die Entwickler wollen dem Roboter bald funktionierende Handgelenke verpassen, damit er Waffen bedienen kann.
Bislang könnte er vermutlich nicht einmal einen Korkenzieher korrekt benutzen, aber man denkt bereits über Sturmgewehre nach.
Optimismus ist schließlich eine der wichtigsten Ressourcen der Technologiebranche.
Experten bleiben gelassen
Fachleute weisen darauf hin, dass moderne KI-Systeme oft schon an unerwarteten Situationen scheitern.
Ein Wissenschaftler erklärte, man könne manche Systeme verwirren, indem man einen Purzelbaum schlägt oder sich einen Karton über den Kopf stülpt.
Damit wären viele Karnevalsvereine derzeit die wirksamste Verteidigung gegen den Aufstand der Maschinen.
Der erste Einsatz
Sollte Phantom tatsächlich eines Tages auf einem Schlachtfeld landen, könnte der Funkverkehr etwa so klingen:
„Phantom, Gebäude sichern!“
„Verstanden. Habe stattdessen einen gelben Bauklotz erfolgreich sortiert.“
„Phantom, Feindkontakt!“
„Neue Aufgabe erkannt. Suche nach roten Bausteinen.“
Die gute Nachricht
Bis zum unaufhaltsamen Roboterheer scheint also noch etwas Zeit zu bleiben.
Aktuell ist die Menschheit vor allem deshalb sicher, weil ihre potenziellen Eroberer noch damit beschäftigt sind herauszufinden, welcher Bauklotz in welches Loch gehört.
Oder anders gesagt:
Skynet ist noch im Vorschulalter.


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